Almgeschichten – Folge 11: Als Familienbetrieb sind wir stark!

Auf dem Endloferhof von Kössen und der dazugehörigen Astenalm helfen alle in der Großfamilie zusammen.

29.08.2019





Im bäuerlichen Milieu trifft man sie zum Glück noch häufig an, die Großfamilien, die fest zusammenhalten und sich bei der Arbeit unterstützen. „Anders würde es auch gar nicht gehen", sagt Bettina Aufhammer-Straif aus Kössen, die 2015 den Endloferhof und die dazugehörige Astenalm von ihren Eltern Maria und Sebastian übernommen hat und diesen mit ihrem Mann Robert bewirtschaftet, wobei Eltern und Schwiegereltern fleißig mithelfen.
Bei der 1980 geborenen Kössenerin zeigte sich schon früh die Liebe zur Land- und Almwirtschaft. Bereits im Alter von elf Jahren half sie beim Melken der Kühe, fuhr auf dem Traktor und kannte sich beim Bedienen so mancher landwirtschaftlichen Maschine aus. Als die Nachbarsbuben den landwirtschaftlichen Facharbeiter und Meister absolvierten, meldete sie sich ebenfalls für diese Ausbildung an, weil es sie sehr interessierte, was man dort alles lernen konnte. Dabei war damals noch gar nicht klar, dass der Vater ihr den Hof übergeben wird.

Auf der Alm fehlt noch die Hütte
Die Astenalm mit den dazugehörigen Weiden kaufte Bettinas Vater im Jahr 2003. Das Geschäft bot sich an, weil die Almauffahrt direkt hinter dem Hof beginnt und es nur ca. vier Kilometer von Hof bis zum Almcontainer sind. Ja, das ist schon richtig beschrieben. Bettina: „Auf der Alm stand keine Hütte, was für uns ein Vorteil war, sonst hätten wir uns die Alm wahrscheinlich gar nicht leisten können. Und wir sind leider noch immer nicht dazugekommen, eine Hütte und einen Almstall zu bauen, aber das steht fest auf dem Plan für die kommenden Jahre."
Einstweilen dient also ein Container für die Unterbringung der notwendigsten Sachen: Werkzeug, Salz für die Kühe und Grillutensilien, damit die Familie manchmal auch eine kleine Auszeit auf der Alm genießen kann. Bettina und Roberts Kinder – Sebastian bald 13, Johanna 10, Veronika 6 – genießen diese Almzeit mit ihren Eltern und Großeltern jedesmal ganz besonders. Und wenn auf der Alm ein Kindergeburtstag gefeiert wird, dürfen die Gäste mit dem Traktor und einem Pferdekutschenanhänger hinauffahren.

Balance zwischen Arbeit und Freizeit
Die Almfläche beträgt ca. 9,5 Hektar mit ca. 8,5 Hektar Futterfläche. Derzeit besitzt die Familie 14 Mutterkühe plus Kälber und einen Stier. Schon Vater Sebastian hatte den Betrieb auf Mutterkuhhaltung umgestellt, da er ganztags berufstätig war. Für Bettina und ihren Mann passt das sehr gut, da auch Robert einen guten Job hat und ebenfalls ganztags arbeitet. So kann sich die Familie im Sommer ungestört der Heuarbeit widmen, auch für das Fleisch finden sich gute Abnehmer: Die weiblichen Tiere werden als Jahrlinge an die Tiroler Viehmarketing geliefert, die männlichen werden vom Schwager – Bettinas ältere Schwester hat einen Bauern geheiratet und bewirtschaftet also auch einen Bauernhof – als Ochsen gemästet und als hervorragendes Rindfleisch direktvermarktet.
Trotz der Mutterkuhhaltung hat Bettina viel mit Milch und Käse zu tun, denn sie arbeitet stundenweise bei der Tirol Milch als Käsesommelier – eine Arbeit, die ihr viel Freude bereitet. „Für mich ist es wichtig, dass sich eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit bildet", erzählt Bettina, „deswegen fahre ich gelegentlich mit dem Rad auf die Alm, um nach den Kühen zu sehen, so kann ich Arbeit und Freizeit verbinden." Schnelle Fahrräder wären übrigens auch für die Besitzer des kleinen, längst aufgelassenen Bergbauernhofes nützlich gewesen, zu dem die Astenalm früher gehörte. Sie hatten den längsten Weg zur Kirche in Kössen, weshalb der Pfarrer immer auf die Familie wartete, bevor er mit der hl. Messe begann.

Fotos:
Bettina Aufhammer-Straif und ihr Mann Robert auf ihrer Astenalm in Kössen.
Ein duftendes Kunstwerk: der Alm-Kräuterbuschen vom 15. August 2019.
Bettina im Kreis ihrer Familie mit Eltern (links) und Schwiegereltern (rechts)


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