Strasser: „Gepflegtes Land der Berge“

„Die Grünlandwirtschaft ist Basis dafür, dass wir in einem der schönsten Länder leben. Damit das so bleibt, müssen jedoch die Grundlagen für unsere Bäuerinnen und Bauern passen“, so NR Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, als Hauptreferent beim Sommergespräch des Bauernbundes in Obsteig.

29.08.2019


Rund 150 Interessierte folgten der Einladung von Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und Bezirksbauernobmann ÖR Rudolf Köll nach Obsteig auf den Hof der Familie Klaus Dengg. „Die Kombination aus Hofbesichtigung und Informationsaustausch mit hochkarätigen Referenten aus Landwirtschaft und Politik, bildet die Basis für ein interessantes Format, das wir unseren Mitgliedern und Interessierten aus den Regionen präsentieren können", so Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler.
„Die österreichische Alm- und Weidewirtschaft schneidet bei CO2-Emissionswerten europaweit am besten ab, dies ist von großer Bedeutung für den Klimaschutz. Unsere Almen und Weiden sind ein über Jahrtausende geprägtes Kulturgut und zugleich Produktionsgrundlage für hochwertige Lebensmittel. Es hat ökologische Vorteile, Almen und Weiden zu bewirtschaften – das müssen wir honorieren, sonst wird unser schönes Land der Berge schnell an Attraktivität und Lebensqualität verlieren", betonte Bauernbund-Präsident Strasser. Ziel müsse es sein, die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft im Gesamtgefüge der österreichischen und europäischen Agrarpolitik nachhaltig abzusichern, was auch eine Forderung der drei Bezirksbauernobmänner des Tiroler Oberlandes, Elmar Monz (LA), Rudolf Köll (IM) und Christian Angerer (RE) war. Sie überreichten im Rahmen des Sommergespräches eine Resolution zur Zukunft der Berglandwirtschaft.
Die vielfältigen Leistungen einer lebendigen Alm- und Weidewirtschaft sind unabdingbar für das touristische Österreich. Die Almbäuerinnen und -bauern schaffen ein Paradies für Erholungssuchende und Naturliebhaber. Die Arbeit, die sie täglich für die Allgemeinheit leisten, ist monetär kaum abzugelten. „Der Mehrwert von bewirtschafteten Almen und Weiden muss stets bewusst gemacht werden – vor allem jenen, die mit unserem gepflegten Alm- und Weideland Werbung machen oder es für touristische Zwecke und Erholung nutzen", so Strasser. „Damit Rinder-, Schaf-, Pferde- und Ziegenbauern kostendeckend wirtschaften können, braucht es mehr Solidarität und Wertschätzung", fordert Strasser den Handel ebenso wie Touristiker und Freizeitnutzer dazu auf, den Mehrwert einer gepflegten Grünladwirtschaft auch dementsprechend zu honorieren. Nicht zuletzt gehe es dabei auch um den Erhalt einer flächendeckenden Landwirtschaft und die Selbstversorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln.
Die Verhandlungen über den künftigen EU-Haushalt kommen im Herbst in die entscheidende Phase, Kürzungen im Bereich Landwirtschaft stehen im Raum. Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger forderten abermals ein nationales Sicherheitsnetz, wie es bereits Bundeskanzler a. D. Sebastian Kurz zugesichert hat. Strasser verstärkte diese Forderung und sicherte in Zusammenarbeit mit den Vertretern auf EU- und nationaler Ebene seine volle Unterstützung zu. „Wir müssen beim EU-Agrarbudget ein Maximum für die heimische Land- und Forstwirtschaft herausholen. Wenn alle Stricke reißen, braucht es ein nationales Sicherheitsnetz. So wie es Bundeskanzler Sebastian Kurz bereits zugesichert hat", sagt Strasser. Er will sich dafür einsetzen, dass die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern weiterhin im EU-Agrarbudget abgegolten werden.

Der Weberhof
Der Weberhof befindet sich seit 1962 im Besitz der Familie Klaus Dengg aus Hintertux und wird seit 2001 vom Verwalter Michael Huter und seiner Frau Eva-Maria bewirtschaftet. Auf dem 65 Hektar großen Betrieb wird Ammenkuhhaltung, Ochsenmast und Original Baunviehzucht betrieben. Zudem werden drei Ferienwohnungen vermietet. Bearbeitet werden 42 Hektar Grünland sowie Hut- und Mähweiden, 13 Hektar Lärchwiesen befinden sich im Naturschutzgebiet. Das Rindfleisch wird in den Gastronomiebetrieben des Hofbesitzers im Zillertal verkocht.

Foto: Bauernbundpräsident NR Georg Strasser, BM a. D. Margarete Schramböck, LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger und Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler


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