Zusammenarbeit mit Tourismus verstärken

Im Rahmen seines Tirolbesuches machte Bauernbundpräsident NR Georg Strasser auch im Bezirk Landeck halt. Dort präsentierten ihm Bezirksbauernobmann Ök.-Rat Elmar Monz, Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl und Bezirksgeschäftsführer Peter Frank die Alm- und Landwirtschaft samt deren Herausforderungen anhand einiger Betriebsbesuche.

29.08.2019


„Der Bezirk Landeck ist österreichweit jener Bezirk mit der kleinststrukturierten Landwirtschaft und die Erschwernisse im extremen Berggebiet sind hier sehr vielfältig", schildert Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl die Herausforderungen für die Oberländer Bauern.
„Über 90 Prozent der Betriebe in unserem Bezirk werden im Nebenerwerb bewirtschaftet. Viele Bauern sind vor Dienstbeginn und am Feierabend in den Ställen bzw. an den Wochenenden und freien Tagen am Feld beschäftigt. Wird eine Stalltüre bei uns geschlossen, so bleibt sie für immer zu, da es im extremen Berggebiet nicht machbar ist Steilflächen einfach so zu bewirtschaften", so Bezirksobmann Elmar Monz.
Die Landecker Bauern gaben Georg Strasser auch Einblick in die Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft in der Region und Peter Frank präsentierte ihm eine Resolution zur Zukunft der Berglandwirtschaft. „Wir haben Maßnahmenvorschläge zur Neugestaltung der Förderperiode 2020+ erarbeitet und wollen sie Strasser mit nach Wien geben", so die obersten Bauernvertreter des Bezirkes. Strasser sicherte zu, dass es eine seiner obersten Prioritäten ist, einen Ausgleich zwischen den Regionen in Österreich zu suchen. Selbstverständlich wird er sich für die extremsten Bergbauern im Westen auch einsetzen.
In den vielen Gesprächen mit Bäuerinnen und Bauern hörte der Bauernbund-Präsident eines sehr deutlich heraus: „Landwirtschaft und Tourismus können in Tirol meist sehr gut miteinander. Hier sehe ich deutlich mehr Potenzial in den vielfältigen Formen der regionalen Vermarktung als am Weltmarkt", so Strasser. Er pocht auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit von Tourismuswirtschaft, Gastronomie und bäuerlichen Betrieben. „In einigen Regionen Österreichs wird dieses Synergiepotenzial schon ausgeschöpft. Gastro- und Hotelleriebetriebe kaufen Produkte direkt von den Bauern. Da ist aber noch Luft nach oben", will Strasser die regionale Zusammenarbeit fördern und so Transportwege im Sinne des Klimas verkürzen.

Kennzeichnung als großes Anliegen
Voraussetzung für ein gutes Miteinander ist eine transparente und lückenlose Kennzeichnung der Produktherkunft. „Der Konsument muss sich bewusst für österreichische Qualität entscheiden können. Das funktioniert nur, wenn man Fleisch, Milch und Eier in Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie klar kennzeichnet", sagt Strasser. Es braucht auch einen praxisnahen gesellschaftlichen Diskurs, wenn es etwa um die Rückkehr der großen Beutegreifer geht. „Mit den Wölfen werden wir die Bäuerinnen und Bauern nicht alleine lassen können. Wir brauchen mehr Wissen über die Folgen der Rückkehr von Wölfen und mehr Verständnis für die bäuerlichen Probleme. Sonst können wir die Pflege unserer Kulturlandschaft nur schwer aufrechterhalten", schließt Strasser.

Foto: V. l.: Bürgermeister Bernhard Achenrainer, Bezirksbauernobmann Ök.-Rat Elmar Monz, Bauernbundpräsident NR Georg Strasser, Bezirksgeschäftsführer Peter Frank, Gebietsbäuerin Maria Förg, Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl.


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