Isegrim und Meister Petz auf Beutezug in Tirol

Sieben Schafsrisse konnten Bär und Wolf nun durch DNA-Analysen nachgewiesen werden. Die Bauern wehren sich gegen die Beutegreifer, ein Antrag auf Entnahme wurde jedoch von den Behörden abgelehnt.

01.08.2019


Am Mittwoch letzter Woche herrschte endlich Klarheit: Die DNA-Analysen der Tiere, die in den vergangenen Wochen in Tirol mutmaßlich von Beutegreifern getötet wurden, wurden veröffentlicht.

Wolfs-DNA in Oberperfuss nachgewiesen
Die vorläufigen DNA-Analysen der 20 toten Schafe aus dem Gebiet zwischen dem Sellrain- und Inntal hatten ergeben, dass vier Stück der toten Schafe in Oberperfuss vom Wolf gerissen wurden. Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, hatte nach einem Lokalaugenschein mehrfach darauf hingewiesen, dass man die Risse nicht eindeutig einem bestimmten Verursacher zuordnen könne. Es lagen auch keine Aufnahmen von Wildkameras vor. Insofern ist das Ergebnis der DNA-Analyse für Janovsky nicht sehr überraschend, auch wenn das unsystematische Vorgehen und die hohe Krafteinwirkungen eher auf einen Bären hingedeutet haben.
Noch ausständig sind die Ergebnisse der weiteren DNA-Proben von gerissenen Tieren auf der Inzinger und der Flaurlinger Alm. Diese würden jedoch bald vorliegen.
Am Wochenende wurden auf der Schafalm unterhalb des Rosskogels zwei weitere Schafskadaver und eine tote Hirschkuh gefunden, die Risse sind bereits einige Wochen alt. Eine DNA-Analyse ist hier nicht mehr möglich.

Bär(en) im Pitztal und im Außerfern
Den Bären konnte man hingegen im Pitztal nachweisen, wo er drei Schafe gerissen hatte. Im Außerfern wurde die Bären-DNA an einem Rotwildkadaver gefunden. Ob es sich in beiden Fällen um denselben Bären handelt, ist aus dem Untersuchungsergebnis nicht abzulesen. Jene acht Schafe, die letzte Woche im Pitztal tot aufgefunden wurden, waren bereits stark verwest und daher nicht mehr für einen DNA-Test geeignet.

Antrag auf Entnahme wurde abgelehnt
Die Bezirkslandwirtschaftskammer Innsbruck stellte letzte Woche einen Antrag auf Entnahme von Beutegreifern nach dem Jagdgesetz. Dieser wurde vom Land aufgrund fehlender fachlicher Voraussetzungen abgelehnt.
Landwirtschaftskammerpräsident und Nationalratskandidat Josef Hechenberger sieht Wolf und Bär als ernstzunehmende Gefahr für die Tiroler Almwirtschaft: „Ein Nebeneinander wird sicher nicht möglich sein." Es müssten sofort Maßnahmen getroffen werden, bevor sich die großen Beutegreifer in Tirol ansiedeln. „Es führt kein Weg an der Senkung des Schutzstatus von Wolf und Bär herum", so Hechenberger.


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