VP-Edenhauser: „Gutes Miteinander auf Almen muss gewährleistet bleiben“

Landtag beschließt nach Urteil zu Pinnistal Änderung des Almschutzgesetzes. Liste Fritz dagegen.

04.07.2019

Das erstinstanzliche Urteil nach einer tödlichen Kuhattacke im Pinnistal im Jahr 2014, durch das der Landwirt zu einer halben Millionen Euro Schadenersatz verurteilt wurde, hat im Frühjahr zu massiver Verunsicherung bei Tirols Almbauern geführt. „Um sich selbst keinem Risiko auszusetzen, haben viele Bauern nach dem Urteil verständlicherweise mit dem Gedanken gespielt, ihre Almflächen großflächig abzusperren. Das seit Jahrzehnten praktizierte, gedeihliche Miteinander zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Freizeitwirtschaft wäre damit massiv gefährdet gewesen", ruft VP-Landwirtschaftssprecher LA Josef Edenhauser die Ereignisse im Frühjahr in Erinnerung.

Um eine solche Entwicklung zu verhindern und für Rechtssicherheit und Klarheit zu sorgen, haben Landeshauptmann Günther Platter und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler rasch das Heft des Handelns in die Hand genommen und sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene Gesetzesänderungen initiiert. „Mit der heute im Tiroler Landtag beschlossenen Novelle des Almschutzgesetzes setzen wir einen wichtigen Schritt, um die Eigenverantwortung auf Almen wieder stärker in den Vordergrund zu rücken. Es kann nicht sein, dass Landwirte, die ihr Vieh auf Almen auftreiben und ihre Flächen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, im Falle eines Unfalles Angst um ihre Existenz haben müssen. Vor allem für das Mitführen von Hunden, das am öftesten zu problematischen Situationen führt, gibt es nun klare Verhaltensregeln", so Edenhauser.

Bedauerlich findet der VP-Landwirtschaftssprecher, dass die Liste Fritz als einzige Partei gegen die Änderungen gestimmt hat. „Man möchte meinen, dass die Beibehaltung eines guten Miteinanders auf Tirols Almen allen Landtagsparteien ein Anliegen sein sollte. Die Liste Fritz hat heute leider das Gegenteil bewiesen", so Edenhauser abschließend.


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