Südtiroler Bauern protestierten gegen Wolf

Mehr als 1500 Bäuerinnen und Bauern machten am vergangenen Samstag in Sterzing gegen den Wolf mobil. Mit Plakaten und Glocken ausgerüstet forderten sie bei der Großkundgebung des Südtiroler Bauernbundes lautstark den Schutz der Berg- und Almwirtschaft und ein „wolffreies Südtirol".

13.06.2019


Viel Unterstützung
Nach dem Protestzug mit Traktoren am Mittwoch in Bozen ging der Aufmarsch der ländlichen Bevölkerung für ein Südtirol ohne Wölfe in eine eindrucksvolle zweite Runde: Mehr als 1500 Teilnehmer versammelten sich gegen 10 Uhr am Parkplatz der Rosskopf-Seilbahn, um gegen den Wolf zu demonstrieren.
Neben Bäuerinnen und Bauern, Jungbauern und Kleintierhaltern, die aus allen Landesteilen nach Sterzing kamen, waren auch zahlreiche bäuerliche Familien bei der Kundgebung dabei. Dazu gesellten sich Delegationen von Tierhaltern aus den Nachbarregionen Tirol, Salzburg und Trentino.

Große Betroffenheit
„Die enorme Beteiligung zeigt, wie sehr das Thema unter den Nägeln brennt", erklärte Bezirksobmann Daniel Gasser. Er brachte die Problematik auf den Punkt: „Mit dem Wolf wird es die Berg- und Almwirtschaft, wie wir sie kennen, in Zukunft nicht mehr geben." Südtirols Landesobmann Leo Tiefenthaler betonte, dass in Südtirol die Almen noch beweidet und der ländliche Raum dicht besiedelt sind: „Bei uns hat der Wolf deshalb einfach keinen Platz!"
Klare Worte kamen auch von Bergbauernsprecher Alberich Hofer: „Der Wolf bedroht die Berglandwirtschaft. Diese können wir in Südtirol aber nicht wegdenken und wir wollen sie auch nicht wegdenken." Hofer betonte die Leistungen, die mit der Berg- und Almwirtschaft verbunden sind: „Wir produzieren hochwertige Lebensmittel und nicht Industrieware, wir pflegen eine Landschaft, um die wir überall beneidet werden und die Erholungsraum für uns und unsere Tiere ist. Das alles wollen wir auch in Zukunft haben. Deshalb geht der Wolf nicht allein die Bauern, sondern die ganze Gesellschaft etwas an."
Südtirols Landwirtschafts-Landesrat Arnold Schuler begrüßte, dass so viele Bäuerinnen und Bauern zur Kundgebung kamen: „Es ist notwendig, dass man die Stimme derjenigen hört, die am meisten vom Wolf betroffen sind." Schuler erklärte das Ziel der Landesregierung, die traditionelle Almwirtschaft unter Schutz zu stellen.

Wolfs-Manifest
Zu einem gemeinsamen Einsatz in der Wolfsproblematik riefen Nationalrat Hermann Gahr und der Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, Josef Hechenberger, gemeinsam mit Tirols Bauernbunddirektor BR Peter Raggl auf: „Wenn der Wolf heute in Südtirol ist, ist er morgen in Nord- und Osttirol", sagte Hechenberger.
Bauernbund-Landesobmann Tiefenthaler überreichte an Landesrat Schuler und die anwesenden politischen Vertreter das „Manifest für ein wolffreies Südtirol", in dem die Forderungen des Bauernbundes zum Schutz der Almwirtschaft zusammengefasst sind: Senkung des Schutzstatus des Wolfes auf EU-Ebene, damit eine Regulierung der Populationen und die Entnahme von Wölfen möglich wird; die Anerkennung der besonderen Rolle des Südtiroler Berg- und Almgebiets für Landschaftsbild und Artenvielfalt und die Möglichkeit, dass diese sensiblen Gebiete wolffrei bleiben können, was letztlich auf ein „wolffreies Südtirol" hinausläuft.


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