Hausverstand ein – essen statt wegwerfen

Die bekannte Diätologin Angelika Kirchmaier erklärte in einem interessanten Vortrag in Roppen, wie man Lebensmittelmüll eindämmen und so ganz nebenbei noch viel Geld sparen kann.

25.04.2019

Ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittelmenge landet im Müll. Kürzlich luden Forum Land Bezirksobmann Magnus Gratl und der Roppener Landwirtschaftsausschuss zum Informationsabend „Essen statt wegwerfen – Lebensmittelabfall vermeiden" mit der bekannten Diätologin Angelika Kirchmaier. Sie zählt zu den bekanntesten Ernährungsexpertinnen Österreichs. In ihrem Vortrag informierte sie über Haltbarkeitsdaten und Lebensmittelverderb und forderte gleichzeitig zum Umdenken auf. Viel zu sehr behandelt der Konsument von heute das auf Lebensmitteln angeschriebene Mindesthaltbarkeitsdatum als ein in Stein gemeißeltes Gebot.

Hausverstand und alle Sinne einschalten
Über 60 Besucher folgten der Einladung in den Roppener Kultursaal, wo Angelika Kirchmaier zum Thema „Essen statt wegwerfen – so vermeiden wir weltweiten Lebensmittelmüll" referierte. Sie schilderte den Interessierten wertvolle Informationen und Insidertipps, wie man Lebensmittelmüll eindämmen und so ganz nebenbei noch viel Geld sparen kann. Eine Faustregel von Kirchmaier lautet: „Es gibt nur wenige Lebensmittel, die eine schwere Vergiftung auslösen können, dazu zählen verdorbenes Fleisch, Fisch und Eier. ‚Zu verbrauchen bis' bedeutet wirklich bis zum angegebenen Datum aufzubrauchen, da es ansonsten zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann. Findet sich auf dem Lebensmittel jedoch das altbekannte ‚mindestens haltbar bis', dann gilt es den Hausverstand und alle Sinne einzuschalten", so Kirchmaier. „Mit ein bisschen Gespür – durch riechen, tasten, schmecken, anschauen – wird man nämlich schnell herausfinden, dass die meisten Lebensmittel viel länger genießbar sind, als auf den Verpackungen angegeben und wenn man sich auf seinen Hausverstand verlässt, dann sind auch Lebensmittel, die nicht mehr so gut aussehen, dennoch köstlich und für den Verzehr geeignet", so Kirchmaier, die am Beispiel der beliebten Tomate sogar veranschaulichte, dass manchmal „weniger schöne" Produkte sogar g'schmackiger sind. „Die Optik lässt nicht auf den Gesundheitsgrad eines Lebensmittels schließen, deswegen sind wir gefordert, ein Gespür für unsere Lebensmittel zu entwickeln und sie wieder mehr wertzuschätzen. Verwenden statt in den Müll werfen schont die Umwelt und spart zudem Geld", so Kirchmaier.

Heimisch und saisonal
Mit dem Mythos, dass heimische und saisonale Erzeugnisse um ein Vielfaches teurer seien, räumt Kirchmaier auf: „Die wirklich teuren Lebensmittel sind ungesunde Fertigprodukte, die aus unüberschaubaren Inhaltsstoffen, deren Herkunftsland oft nicht mehr nachvollziehbar ist, hergestellt werden. Wer frisch kocht und zum heimischen Produkt greift, ist auf der gesunden Seite und spart sich obendrein Geld."
Forum-Land-Obmann Magnus Gratl, der durch den Abend führte, appellierte abschließend: „Der Kreis schließt sich. Zum heimischen saisonalen Erzeugnis unserer Bauern zu greifen, ist nicht nur gesünder, sondern spart gleichzeitig Geld und schont unsere Umwelt vielfach."


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