Strengste Kontrollen bei Tiertransporten

Nach rechtswidrigen Tiertransporten von österreichischen Kälbern ins Ausland kam es zu hitzigen Debatten.

11.04.2019

Entsetzen herrschte in Tirol, als die unwürdigen Umstände bekannt wurden, unter denen Kälber ins Ausland geschafft werden. Anschuldigungen gegenüber den Bauern seien dennoch ungerechtfertigt, möchte Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler die Situation differenzieren: „Klar zu sagen ist, dass die Tiroler Landwirtschaft nicht für Mängel oder Missstände bei Tiertransporten verantwortlich ist. Die Bäuerinnen und Bauern haben höchstes Interesse am Wohlergehen der Tiere. Seitens des Landes Tirol tun wir daher alles, um den Absatz heimischen Fleisches in Tirol zu steigern."

Wert von Regionalität an Konsumenten vermitteln
Maßnahmen seien bereits gesetzt worden: „Wir arbeiten in Tirol seit vielen Jahren daran, immer mehr heimisches Fleisch in die regionalen Kreisläufe zu bringen und so Tiertransporte hintanzuhalten. In diesem Bemühen einen guten Schritt weitergekommen sind wir etwa durch den Zusammenschluss der verschiedenen Zuchtverbände zur Rinderzucht Tirol. Durch die Bündelung der Kräfte können wir Markenfleischprogramme forcieren und auch züchterisch Akzente im Bereich der Gebrauchszüchtungen setzen." Wichtig sei die heimische Produktion und Verarbeitung von Anfang bis zum Schluss: „Gute Voraussetzungen für Regionalität im Fleischbereich haben wir bei der Schlachtung. Tirol hat über 400 über das ganze Land verteilte Schlachtstätten", erklärt Josef Geisler und nennt ein Paradebeispiel für Regionalität: „Zuletzt haben wir mit dem Schlachthof Obermoser in Söll den zweitgrößten Schlachtbetrieb Tirols offiziell eröffnet, der sich gemeinsam mit der Landwirtschaft zu 100 Prozent der Regionalität verschrieben hat."
Den Weg der Regionalität im Fleischbereich, insbesondere auch beim Kalbfleisch, wolle man weiterhin gehen. Dazu sei es auch notwendig, gesundes Kalbfleisch noch stärker in das Bewusstsein der heimischen Konsumenten zu bringen. „Ich sehe das primär als eine Aufgabe der AMA, mit der ich bezüglich einer österreichweiten Kampagne Kontakt aufnehmen werde", so Geisler.
Den wirtschaftlichen Faktor außerhalb der Fleischverarbeitung will der Bauernbundobmann nicht ausschließen: „Tirol ist auch ein Züchterland. Der Zuchtviehexport wird auch weiterhin ein wichtiges wirtschaftliches Standbein der Tiroler Landwirtschaft sein. Auch hier gilt es, die gesetzlichen Bestimmungen zum Wohl der Tiere auf Punkt und Beistrich einzuhalten."

Gesetzliche Grundlagen von A bis Z einhalten
Vergangene Woche wurde als erste Maßnahme die Viehsammelstelle Bozen gesperrt. „Wir haben seitens der Behörde umgehend auf die bekannt gewordenen Mängel in der Sammelstelle in Bozen reagiert. Tiertransporte dorthin werden bis auf Weiteres nicht mehr abgefertigt", erklärt Landesveterinärdirektor Josef Kössler.
Man wolle beim Export von Kälbern weiter daran arbeiten, Sammelstellen in Tirol auszubauen und sinnlose Transporte zu vermeiden, so LHStv. Josef Geisler. Was die verbleibenden Tiertransporte anbelange, so achte man auf strikteste Einhaltung des strengen Tiertransportgesetzes und reagiere umgehend, wenn Mängel bekannt werden.

Zweistufiges System bei Tiertransporten
Äußerst strenge gesetzliche Bestimmungen, deren Einhaltung lückenlos kontrolliert wird, sollen die Gesetzmäßigkeit der Transporte sicherstellen. Ein zweistufiges System regelt diesen Vorgang.
Landesveterinärdirektor Kössler erklärt den Ablauf: „Bei Langstreckentransporten wird bereits im Vorhinein überprüft, ob der Transport notwendig und die angegebenen Fahrzeiten plausibel sind. Erst nach einer positiven Beurteilung dieser Fragen durch den Amtstierarzt wird ein Transport abgefertigt und kann starten. Eine weitere Kontrolle erfolgt nach dem Transport. Der Transporteur muss der Behörde das Fahrtenbuch übermitteln. Dieses wird wiederum vom Amtstierarzt überprüft."

Foto: Landesveterinärdirektor Josef Kössler


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