„Parademetzger“ eröffnen Schlachtbetrieb in Söll

Neu eröffnet wurde der Schlachtungs- und Zerlegungsbetrieb Obermoser in Söll. Der Verarbeiter setzt verstärkt auf Tierwohl und Digitalisierung. Unterstützt wird der Betrieb von Bauern aus der Region.

04.04.2019

Regional bis zum Kühlregal ist das Fleisch, das der Schlachthof Obermoser in Söll verarbeitet. Dort steht der neu eröffnete Betrieb der Obermosers.
Die geschlachteten Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen kommen zu 70 Prozent aus dem Bezirk Kufstein, zu 25 Prozent aus Kitzbühel und zu vier Prozent aus Schwaz. Der Rest stammt aus dem restlichen Tirol und Salzburg. „Für Bauern aus der ganzen Region ist die Inbetriebnahme des Schlachthofs ein Freudentag", ist sich Johann Gwiggner, Bezirksbauernobmann von Kufstein, sicher.
Eineinhalb Jahre dauerte der Neubau des Schlachthofs Obermoser. Mit 1. März gingen die Metzger ihr Handwerk an. Gewöhnen mussten sich die 14 Mitarbeiter an das Digitalisierungssystem. Jeder Arbeitsschritt wird erfasst. Somit kann das Fleisch bis an seinen Ursprungsort zurückverfolgt werden. Diese computergestützten Maßnahmen machen den zweitgrößten Schlachthof Tirols zudem zu einem der modernsten Schlachtstätten Westösterreichs.

Tierwohl bis zum Schluss
„Wir achten besonders auf das Tierwohl an unserem Schlachtbetrieb. Eine ruhige Gestaltung soll den Tieren möglichst wenig Stress bereiten", erklärt Peter Obermoser junior. Der kurze Transportweg soll zusätzliche Ängste nehmen. „Die Rinder sind ihren Anhänger gewöhnt – für sie ist es, als würden sie auf die Alm fahren", ergänzt er. Der Wartestall mit Einzelboxen ist seperat untergebracht, damit das Vieh nichts von der Schlachtung seiner Artgenossen mitbekommt.

Durch Vertrauen finanziert
Ein außergewöhnliches Finanzierungsmodell hat den Neubau möglich gemacht. Über 400 Bauern aus der Region haben zur Finanzierung des 3,5 Millionen Euro teuren Baus beigetragen. 600.000 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Der Schlachthof zahlt den Bauern ihr „zinsloses Darlehen" in Form von Gutscheinen für Dienstleistungen zurück. „Die Bauern setzen großes Vertrauen in die ‚Parademetzger'", betont Josef Lanzinger, Bezirksstellenleiter der LK Kufstein, und auch Bezirksbauernobmann Johann Gwiggner meint: „Der Schlachthof Obermoser hat sich in der Vergangenheit eine starke Vertrauensbasis aufgebaut."
Der Bund und die EU haben 17 Prozent der Investitionssumme beigesteuert, das Land Tirol 13 Prozent.

Weitere Pläne
„Wir spüren die Wertschätzung unseres Betriebs vonseiten der Bauern", lässt Peter Obermoser senior wissen. Im Grunde wolle man bleiben wie zuvor. „Doch wir wollen auch die Verbindung mit Großhändlern stärker forcieren und die Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Tourismus kräftigen", so Obermoser.

Am Sonntag, dem 7. April, lädt der Schlachthof Obermoser Bauern, Zulieferer und alle Interessierten zum Tag der offenen Tür ein. Für Speis und Trank ist durch die Söller Bäuerinnen, Bauern und Jungbauern gesorgt.

Foto: V. l.: Peter Obermoser jun., Peter Obermoser sen., Bezirksbauernobmann Johann Gwiggner und LK-Kufstein-Bezirksstellenleiter Josef Lanzinger


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