Kuenz: „Weidegang der Tiere hat Vorrang vor Freizeitnutzung“

Vergangene Woche fand der Tiroler Landtag in Innsbruck statt. Top-Themen waren das Almurteil und die Maßnahmen, die darauf folgten. Landtagsabgeordneter Hermann Kuenz brachte sich energisch in die Diskussion ein: „Almen sind die wirtschaftliche Grundlage für tausende Tiroler Bauern!“

04.04.2019

Das berühmt-berüchtigte Almurteil beschäftigt nach wie vor Tirols Bauern. Die „aktuelle Stunde" des Tiroler Landtages am vergangenen Donnerstag widmete man den Almbauern. „Es war ein tragischer Unfall, der sich im Sommer 2014 ereignete", verdeutlichte Landtagsabgeordneter Hermann Kuenz: „Dennoch muss man berücksichtigen, dass das Urteil eine Leitentscheidung ist, die ganz anders ist als bisherige Urteile zu Almen."
„Zwei Aspekte betreffen uns im Besonderen: Das alleinige Verschulden des tierhaltenden Bauers und die Summe von fast einer halben Millionen Euro als Entschädigungsleistung plus Prozesskosten, die durchaus existenzgefährdend ist. Er ist verurteilt worden, obwohl er sich damals nicht falsch verhalten und die richtigen Warnschilder angebracht hatte", empörte sich der Bauernvertreter Kuenz. Aufgrund des Booms der Freizeitwirtschaft steige auch die Belastung für Grundeigentümer.

Realistische Maßnahmen für Almmanagement
Für beispielhaft befand er die rasche Reaktion der Politik, da die kommende Almsaison bereits vor der Tür steht. Positiv bewertete er auch den Ausgang des „Runden Tisches": „Es hat vonseiten des Alpenvereins, der Tourismus- und der Freizeitwirtschaft ganz klar die Akzeptanz gegeben, dass der Weidegang der Tiere Vorrang vor der Freizeitnutzung der Almflächen hat."
Kritischer sah er die Einzäunung der Weideflächen: „Überspitzt gesagt zäunen wir die Alm wegen der Wölfe ein und dann zäunen wir jede Straße, jeden Weg und jeden Steig aus – das ist einfach nicht denkbar!" Alleine die Trennung von Weideflächen und Wasserstellen wäre problematisch.
Hermann Kuenz hob die Bedeutung der Almen für Wirtschaft und Umwelt hervor: „Almen sind die wirtschaftliche Grundlage für tausende Tiroler Bauern und dienen der Kulturlandschaft, auch wenn sie als Natur empfunden werden."

Wenig treffender Vergleich vonseiten der SPÖ
In einer Auseinandersetzung mit SPÖ-Parteivorsitzenden Georg Dornauer verteidigte LHStv. Josef Geisler die Almwirtschaft. Dornauer zog einen wenig treffenden Vergleich zwischen dem tödlichen Vorfall zwischen Kuh und Wanderin und einem ebenfalls tödlichen Hundebiss. (Anm. der Redaktion: Anfang September 2018 führte eine betrunkene Frau ihren Rottweiler spazieren. Dieser biss ein Kind zu Tode.) Lösungsvorschläge konnte Geisler in den Ausführungen Dornauers nicht finden. Auch Hermann Kuenz kritisierte Dornauer: „Es muss einen Unterschied geben zwischen einem Bauern, der seine Tiere auf die Alm treibt, um den freien Weidegang zu gewährleisten, und einer alkoholisierten Frau, die ihren Rottweiler nicht im Griff hat."

Solidarität über Länder- und Parteigrenzen hinweg
„In meiner Zeit als Politiker habe ich noch nie solch eine Solidarität über alle Bevölkerungsschichten, Grenzen und Parteien hinweg erlebt", so LAbg. Kuenz. Lob steuerte auch LHStv. Josef Geisler bei: „Als Vertreter der Almbauern möchte ich Danke sagen an alle, die sich mit der Almproblematik beschäftigt und Schritte in die richtige Richtung gemacht haben." Er betonte: „Sehr wichtig ist uns die Bewusstseinsbildung. Wir wollen solche Vorfälle in Zukunft verhindern."


Aktuelle Termine

Versteigerung
Dienstag, 23. April 2019
Lienz

Details

Sprechtag
Mittwoch, 24. April 2019
BLK Imst

Details

alle Termine


JETZT UNTERSCHREIBEN!

Unterstützen Sie ONLINE die Unterschriftenaktion für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Damit Menschen wissen, woher ihr Essen kommt!

Hier unterschreiben!



Tirol braucht seine Bauern!

Finden Sie mehr Infos zur Kampagne und zu den beliebten Tiroler-Bauern-Produkten in unserem Online-Shop.

Mehr


Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

Infos, Preise, etc.

Infos, Preise, etc.

Unsere Adresse


Tiroler Bauernbund
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tirol - Österreich
Telefon +43 512 59900-12
Fax +43 512 59900-31

Email

Bauernbund Wetterservice


Von April bis Oktober 2018 verzeichneten wir 160.000 Anrufe auf unserer Bauernbund-Agrarwetterhotline. Abrufbar ist unsere Wetterhotline wieder ab April unter: Tel. 0512/561593

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?


In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Aktuelle Videos

Broschüre

Volltextsuche


Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund

powered by webEdition CMS