Gewalt gegen Frauen: Ein anderer Zugang am Land

Forum Land Bezirksobmann Thomas Pohl aus Landeck setzt sich seit Jahren für den ländlichen Raum ein. Wenn es um Gewalt gegen Frauen geht, erlebt Pohl, der selbst Polizist ist, dass der Umgang mit Gewalt in ländlichen Regionen oftmals anders ist als in der Stadt. Am 21. März organisiert er einen Diskussionsabend in Stanz mit Staatssekretärin Karoline Edtstadler.

14.03.2019

Wenn im ländlichen Raum das Polizeiauto vorfährt, dann sorgt das für erhebliches Aufsehen in der Nachbarschaft. In der Stadt kräht kein Hahn, wenn es zu einer Wegweisung kommt", so Thomas Pohl, der im Rahmen einer Pressekonferenz in Landeck seine Veranstaltung „Gewalt gegen Frauen" vorankündigte. Pohl ist selber Polizist und will mit Forum Land für das Thema Gewalt gegen Frauen sensibilisieren , gleichzeitig Bedarf aufzeigen und Lösungsmaßnahmen präsentieren. „Am Podium sind neben der Staatssekretärin Mag. Karoline Edtstadler auch die Geschäftsführerin des Frauenhauses Tirol, Mag. Gabriele Plattner, die Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums Tirol, Mag. Eva Pawlata, und Oberstleutnant Katja Tersch vom Landeskriminalamt Tirol. Aus diesen Diskussionspartnerinnen erhoffe ich mir eine umfassende Beleuchtung der Problematik", so Pohl.
Mag. Eva Pawlata, Geschäftsführerin vom Tiroler Gewaltschutzzentrum, gab Einblicke in ihre Arbeit: „Als wir vor 20 Jahren unsere Arbeit aufgenommen haben, gab es im ersten Beratungsjahr 50 Betretungsverbote, die ausgesprochen wurden, was bei 350000 Einwohnern in Tirol vergleichsweise wenig ist. Im vergangenen Jahr, waren es jedeoch bereits über 1187 Klienten, die im Gewaltschutzzentrum beraten wurden, und im Jahr 2018 wurden 448 Betretungsverbote ausgesprochen", schildert Pawlata den dringenden Bedarf an Gewaltschutzberatung.

Das ist nur die Spitze des Eisberges
„Wir hatten es gleich zu Beginn des Jahres 2019 mit sieben Frauenmorden in Österreich zu tun. Das hat die Gesellschaft und auch die Regierung wachgerüttelt und das Maßnahmenpaket, das kürzlich von der Bundesregierung präsentiert wurde, beinhaltet einige wichtige Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt", so Bundesrat Dr. Peter Raggl, der nur einige der wichtigen Maßnahmen zur Eindämmung von Gewalt präsentierte. „Natürlich ist und bleibt es wichtig, dass in erster Linie die Polizei eingeschaltet wird, jedoch braucht es dann als zweiten Schritt eine umfassende Beratung, um mit der Situation umgehen zu können", so Raggl. „Eine Initaitive ist eine einheitliche Rufnummer, die Opfern einen direkten und möglichst unkomplizierten Zugang zu den richtigen Einrichtungen ermöglich. Leider sind es nur sehr wenige Opfer, die tatsächlich Hilfe suchen. Das ist nur die Spitze des Eisberges", so Raggl und Pawlata ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass jede fünfte Frau von häuslicher Gewalt betroffen ist, und nur die wenigsten trauen sich, darüber zu sprechen bzw. sich Hilfe zu holen." Und abschließend konkretisiert Forum Land Obmann Pohl: „Der Umgang mit Gewalt gegen Frauen ist am Land immer noch ein anderer, wie beispielsweise in der Stadt. Deswegen wollen wir mit Forum Land dieses Thema offen ansprechen und laden alle Interessierten am 21. März 2019 zum Informations- und Diskussionsabend nach Stanz."

Zur Veranstaltung
„Gewalt gegen Frauen"
Donnerstag, 21. März 2019, 19.30 Uhr, Dorfwirt Stanz Gemeindesaal, Hnr. 150, 6500 Stanz bei Landeck; Eintritt frei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis Dienstag, 19. März 2019 unter Tel. 0512/59900-57 bzw. unter forum.land@tiroler-bauernbund.at

Foto: Machen sich stark für das wichtige Thema „Gewalt gegen Frauen" (vlnr.): Forum Land Bezirksobmann Thomas Pohl, Mag. Eva Pawlata und BR Dr. Peter Raggl.


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