Bauern brauchen Klarheit und Rechtssicherheit

Diese Woche wurde in Wien der „Aktionsplan für sichere Almen“ präsentiert. „Die in dem Aktionsplan enthaltenen Punkte - ein Verhaltenskodex für die Nutzung der Almen durch Wanderer, ein Leitfaden für die Almwirtschaft, die vorgesehene gesetzliche Präzisierung der Tierhalterhaftung und eine Vereinheitlichung der Versicherungen – sollen dazu führen, dass unsere Almbauern rasch Klarheit und Rechtssicherheit erhalten“, so Bauernbund-obmann LHStv. Josef Geisler.

13.03.2019

Bereits vergangene Woche tagte der Agrarklub des Tiroler Bauernbundes am Grillhof und auch hier sprach man sich für klare Regeln auf der Alm aus: „Ähnlich wie bei den Regeln für Skifahrer auf den Pisten, den sogenannten FIS-Regeln, braucht es auch Regeln für das Verhalten auf Almen. Eigenverantwortung und Hausverstand sollten wieder mehr Einzug halten, da waren sich die Agrarklubmitglieder einig. Wir brauchen klare Spielregeln, die ein Miteinander auf den Almen gewährleisten. Das von der Bundesregierung präsentierte Maßnahmenpaket entspricht diesen Forderungen", so Geisler.
„Als wichtig erachten die Mitglieder des Agrarklubs jedoch die rasche Umsetzung sämtlicher Maßnahmen, da der nächste Almsommer bereits vor der Tür steht. Unsere Bauern wollen wissen, wie sie im Sommer handeln sollen und wie ein Miteinander auf den Almen weiterhin möglich ist. Da braucht es jetzt zügig die notwendigen Infos und Aufklärungsmaßnahmen", meint Geisler.
Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler begrüßt den Vorstoß von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bundesministerin Elisabeth Köstinger für einen österreichweiten „Aktionsplan für sichere Almen" und freut sich, dass der Bund die Tiroler Lösungsansätze zur Absicherung der Almwirtschaft, Stärkung der Eigenverantwortung und einem Miteinander im Almgebiet aufgreift.
„Eine bundesweit einheitliche Vorgangsweise hinsichtlich Verhaltensregeln und Versicherungslösungen macht sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft Sinn. Tirol wird sich insbesondere bei der Formulierung der Verhaltensregeln und in der Frage des Modells für eine Versicherungslösung intensiv einbringen", kündigt Geisler eine gemeinsame Umsetzung der geplanten Maßnahmen an. Vor allem in den Grenzgebieten zu Vorarlberg und zu Salzburg sei es wichtig, dass dieselben Verhaltensregeln gelten und alle Bundesländer entsprechende Versicherungslösungen haben.
Tirol ist in der Umsetzung des Alm-Pakets schon einen Schritt weiter und wird das Almschutzgesetz um einen Paragraphen zu Verhaltenspflichten auf Almen ergänzen. „Mit diesem neuen Passus verankern wir die Eigenverantwortung um Tiroler Almschutzgesetz. Im Wege einer Verordnung können wir dann die näher bestimmten Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit dem Bund verbindlich regeln", führt Geisler aus. Was die Information von Wanderern in Almgebieten insbesondere mit Mutterkuhherden anlangt, habe Tirol unter dem Titel „Eine Alm ist kein Streichelzoo" bereits in den vergangenen Jahren intensive Aufklärungsarbeit geleistet und damit eine Vorreiterrolle in Österreich eingenommen.
Mit über 2.000 bewirtschafteten Almen, 9.500 auftreibenden bäuerlichen Betrieben und 110.000 gealpten Rindern ist Tirol das Almenland Österreichs. Almen haben mit 163.000 Hektar einen Anteil von 13 Prozent an der Tiroler Landesfläche.

Foto: Auch bei der letzten Tagung des Agrarklubs mit Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler stand das Thema „Sichere Almen" im Mittelpunkt.


Aktuelle Termine

Sprechtag
Mittwoch, 27. März 2019
BLK Imst

Details

Europaregion "Tirol-Südtirol-Trentino"
Mittwoch, 27. März 2019,
ab 18:00 Uhr
Medienraum Tiroler Volkspartei, Fallmerayerstraße 4, 6020 Innsbruck

Details

alle Termine


JETZT UNTERSCHREIBEN!

Unterstützen Sie ONLINE die Unterschriftenaktion für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Damit Menschen wissen, woher ihr Essen kommt!

Hier unterschreiben!



Tirol braucht seine Bauern!

Finden Sie mehr Infos zur Kampagne und zu den beliebten Tiroler-Bauern-Produkten in unserem Online-Shop.

Mehr


Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

Infos, Preise, etc.

Infos, Preise, etc.

Unsere Adresse


Tiroler Bauernbund
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tirol - Österreich
Telefon +43 512 59900-12
Fax +43 512 59900-31

Email

Bauernbund Wetterservice


Von April bis Oktober 2018 verzeichneten wir 160.000 Anrufe auf unserer Bauernbund-Agrarwetterhotline. Abrufbar ist unsere Wetterhotline wieder ab April unter: Tel. 0512/561593

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?


In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Aktuelle Videos

Broschüre

Volltextsuche


Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund

powered by webEdition CMS