Ärztemangel – wichtige Maßnahmen umgesetzt

ÄrztInnen, die eine eigene Praxis haben, können künftig einen anderen Arzt oder eine andere Ärztin anstellen. Der Nationalrat beschloss vor Kurzem eine entsprechende Änderung im Ärztegesetz , von der sich die Abgeordneten eine Attraktivierung des Arztberufs, längere Öffnungszeiten sowie generell eine bessere gesundheitliche Versorgung vor allem im ländlichen Raum erwarten.

31.01.2019

Auf Drängen der SPÖ wurde am Dienstag, 29. Jänner, eine Sondersitzung zum Thema Hausärztemangel einberufen. „Ich frage mich nur, ob die SPÖ die Adaptierung des Ärztegesetzes vergangenen Monat mitbekommen hat? Einstimmig, also auch mit den Stimmen der SPÖ, wurde die Novellierung beschlossen und nun muss plötzlich eine Sondersitzung einberufen werden", so der ÖVP-Abgeordnete Hermann Gahr.

Wichtiger Meilenstein
Genau am 13. Dezember 2018 wurde ein wichtiger Meilenstein für die heimischen Ärzte und besonders für die Patientinnen und Patienten beschlossen. Nun können Ärzte in Gruppenpraxen andere Mediziner anstellen. „Diese Änderung war eine der wichtigsten Maßnahmen für die Versorgungssicherheit der ländlichen wie urbanen Bevölkerung", betont Gahr. In Gruppenpraxen können nun bis zu zwei und in Teilzeit sogar bis zu doppelt so viele Ärzte angestellt werden.
Besonders für den ländlichen Raum ist die Novelle des Ärztegesetzes eine große Chance. „Die neuen Anstellungsformen stärken Hausarztpraxen und geben Rechtssicherheit. Die Bekämpfung eines drohenden Ärztemangels wurde mit dieser Änderung entgegengewirkt. Für Mediziner ist es nach dem Studium oft schwer, Fuß zu fassen. Ab sofort können Landärzte junge Kollegen anstellen. Der Einstieg wird ihnen erleichtert, sie sammeln Erfahrung und können bereits die Patienten kennenlernen. Sprich: Der junge Mediziner kann bereits als Nachfolger ausgebildet werden und dann später nahtlos die Praxis übernehmen. Ein enormer Schritt", bekräftigt der Tiroler.
Der Forum-Land-Obmann Hermann Gahr ruft in Erinnerung, dass in den vergangenen Jahren ständig die SPÖ den Gesundheitsminister oder die Gesundheitsministerin stellte. Bereits damals war ein drohender Ärztemangel ersichtlich, doch keine Maßnahmen wurden gesetzt. „Die Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz erkannte das Problem sofort und setzte die nötigen Maßnahmen, weitere Initiativen werden noch folgen. Unsere Bundesregierung redet nicht nur, sie handelt und das merkt man auch an der Novellierung des Ärztegesetzes", sagt Gahr abschließend.

Problemstellung
In den nächsten zehn Jahren wird mehr als die Hälfte der derzeit rund 1800 in Österreich niedergelassenen Landärztinnen und Landärzte mit Kassenverträgen, davon 99 in Tirol, in Pension gehen. Entscheidend für den Fortbestand einer wohnortnahen Patientenversorgung in den ländlichen Regionen wird sein, diese freiwerdenden Stellen nachzubesetzen. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance, die Annehmlichkeiten und Anonymität des Lebens in größeren Orten und Städten bilden oft eine unüberwindbare Konkurrenz zur Schönheit des Landlebens und der Erfülltheit einer lebensbegleitenden ländlichen Patientenbetreuung.


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