Mit mehr Solarstrom zur Energieautonomie

Im Rahmen einer Änderung des Tiroler Raumordnungsgesetzes und der Tiroler Bauordnung möchten LAbg. Martin Mayerl und Landtags-Vizepräsident Anton Mattle die Erleichterung der Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern erwirken. Ihr gemeinsamer Antrag steht kommende Woche im Landtag auf der Tagesordnung.

31.01.2019

Derzeit sind für Anlagen bis 20 m2 keine baurechtlichen Genehmigungen nötig. Wir möchten dies erweitern und dachparallele oder fassadenintegrierte PV-Anlagen über 20 m2 nur mehr zur Anzeige verpflichten", führt Martin Mayerl aus. „Bei Anlagen, die den Eigenbedarf erheblich übersteigen, ist zudem nach aktuellem Stand eine Widmung nach dem Tiroler Raumordnungsgesetz (TROG) erforderlich. Es erscheint mir gerechtfertigt, auch größere Anlagen auf Dachflächen ohne zusätzliche Widmung zu ermöglichen", so der Umweltsprecher. Größere Anlagen über 250 Kilowatt peak (kWp) seien bereits nach dem Elektrizitätsgesetz zu verhandeln, die Tiroler Bauordnung ist hierfür nicht anzuwenden. „Vorteile ergeben sich dadurch für Bauherren, die bisher bei der Vergabe von Bundesförderungen durch den Verwaltungsaufwand zeitlich benachteiligt waren. Tirol hat sehr viele geeignete Dachflächen für die PV-Nutzung zur Verfügung. Mit diesen Erleichterungen sollen Anreize geschaffen werden, die Sonne als Energieträger verstärkt zu nutzen", so Mayerl.

Erneuerbare Energie
Tirol folgt dem Kurs der Energiestrategie 2050, die es sich zum Ziel gemacht hat, die erneuerbaren Energieträger um 30 Prozent zu erhöhen. „Dieser stark vermehrte Einsatz erneuerbarer Energie erfordert viele Maßnahmen, nicht nur im Bereich der Wasserkraft. Wir werden die Vorgabe von 30 Prozent nur erreichen, wenn wir auch alternative erneuerbare Energie fördern", ist Martin Mayerl überzeugt.
„Tirol hat eine ambitionierte Energiestrategie 2050. Wir haben uns das Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien um 30 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch um 50 Prozent zu reduzieren. Bei steigender Bevölkerungszahl und boomender Wirtschaft ein sehr ergeiziges Ziel. Um das auch zu erreichen, müssen wir einen Gang zulegen, sowohl was den Anteil der erneuerbaren Energien als auch die Einsparungspotenziale betrifft. Die Wasserkraft wird in Tirol der Hauptenergieträger sein müssen, aber Tirols Dächer bieten ein hohes Potenzial für PV-Anlagen. Auch bei der Dämmung, vor allem bei Altbauten, ist noch ein großes Energieeinsparungspotenzial vorhanden. Mit der zunehmenden Elektromobilität wird noch zusätzlich Strom benötigt", so Mayerl.

Ein Gewinn auf der ganzen Linie
Für Mayerl ist der vermehrte Einsatz von Photovoltaikanlagen für Umwelt und Bevölkerung ein Gewinn. „Die Sonne steht fast unbegrenzt zur Verfügung und PV-Anlagen ermöglichen eine regionale Energieversorgung. Durch intelligente Steuerungssysteme in Verbindung mit Speichermöglichkeiten können Haushalte und Betriebe sich übers Jahr gesehen energieunabhängig machen", so Mayerl. Gerade auf den Dachflächen in der Landwirtschaft sieht der Osttiroler Abgeordnete noch viel Potenzial für PV-Anlagen. „In Zukunft kann auch der steigende Energiebedarf beispielsweise für Heubelüftungen und Milchkühlungen gedeckt werden. Auch die Einspeisung wird bei steigenden Energiepreisen wieder interessanter und die Verringerung des Energieverbrauches aus Öl und Kohle ist letzlich für die CO2-Bilanz sehr positiv und außerdem bleibt Wertschöpfung in der Region."

Geisler: Förderungen unterstützen den Ausbau
LHStv. Josef Geisler begründete als zuständiges Regierungsmitglied die Initiative im Regierungsantrag, der dem Tiroler Landtag vorgelegt wird, folgendermaßen: „In den letzten Jahren konnte, unterstützt durch gezielte Bundes- und Landesförderungen, ein beachtlicher Ausbau von privaten Photovoltaik-Anlagen erzielt werden. Mit einer PV-Anlage können im Regelfall etwa 30 Prozent des benötigten Stroms im Haushalt abgedeckt werden, der Überschuss aus der PV-Anlage wird in das öffentliche Netz eingespeist. Der Großteil des Strombedarfs muss jedoch weiterhin aufgrund der Erzeugungscharakteristik von PV-Anlagen aus dem Netz bezogen werden", meint Geisler.
Um den Eigenverbrauch aus der eigenen PV-Anlage zu erhöhen, sieht Geisler mehrere Möglichkeiten: „Zum einen gibt es da die Änderung des Verbrauchsverhaltens, zum anderen jedoch auch technische Maßnahmen. Ohne technische Maßnahmen lässt sich der Verbrauch einfach durch das Zuschalten von verbrauchsintensiven Geräten in Zeiträumen hoher Erzeugung steigern. Der Eigenverbrauch aus der PV-Anlage kann auch durch die Speicherung des Überschussstroms in Form von Wärme in der Warmwasseraufbereitung erhöht werden. Mit einem intelligenten Steuerungssystem, das die Erzeugung des PV-Stroms mit dem aktuellen Bedarf abgleicht und so größere Verbraucher automatisch ansteuert (Lastmanagement), kann in Kombination mit einem Batteriespeicher der Eigenverbrauchsgrad aus der PV-Anlage auf rund 60 bis 70 Prozent erhöht werden."


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