Dezentralisierung mit einer klaren Strategie

Georg Keuschnigg vom Institut für Föderalisums meint: „Der Zentralraum Tirols reicht von Kufstein bis Landeck!“ Forum Land hat mit ihm über die Möglichkeiten der Dezentralisierung gsprochen.

02.01.2019

Herr Keuschnigg, das Institut für Föderalismus hat die Dezentralisierungspotenziale der Landesverwaltung und der Landesbeteiligungen untersucht; mit welchem Ergebnis?
Keuschnigg: Wir haben als erstes eine detaillierte Analyse der Standorte der Landesverwaltung und der Landesbeteiligungen erstellt. Das Ergebnis ist, dass von den knapp 3.954 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesverwaltung 2.200 (55,7 Prozent) in Innsbruck sitzen, 1.753 sind in den Bezirken stationiert (44,3 Prozent). Die Landesverwaltung ist also schon relativ dezentral ausgerichtet. Bei den Landesbeteiligungen ist die Sache differenzierter zu sehen; was nicht einen sehr starken Regionalbezug hat (Festspiele Erl, Osttirol Invest oder Timmelsjoch-Hochalpenstraße), sitzt in Innsbruck.

Könnte das Land mehr tun?
Keuschnigg: Unser Auftrag, dem ein einstimmiger Landtagsbeschluss zugrunde lag, war es, auf Potenziale hinzuweisen. Wir haben in der Studie verschiedene Möglichkeiten angesprochen, kleine – wie die Schaffung von regionalen Büros der Landesverwaltung mit dem Ziel, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr täglich nach Innsbruck fahren müssen, bis zur Schaffung von Dienstleistungszentren im Oberland und im Unterland. Wobei es uns darauf ankommt, dass Dezentralisierungen mit einer klaren Strategie erfolgen.

Was wäre eine solche Strategie?
Keuschnigg: Wir sehen zwei strategische Ansätze, die aber durchaus zusammen gedacht werden sollten. Unser wichtigster Gedanke ist, dass man thematische Cluster schaffen könnte, was nur langfristig geht und Bundesstellen einbeziehen sollte. Solche Cluster sollen dazu beitragen, dass ein professionelles Umfeld entsteht und dass sich auf Sicht rund um diese Zentren auch Firmen ansiedeln. Dass also so wie z. B. bei Hagenberg in Oberösterreich zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Wie muss man sich einen solchen Cluster vorstellen?
Keuschnigg: Wir haben festgestellt, dass eine große Verwaltung inhomogen ist. Einige Einheiten arbeiten eng zusammen, andere haben miteinander in der Praxis nichts zu tun. Sie haben aber alle Systempartner. Denken wir an den Tourismus: Eine Bündelung von Verwaltung, Tourismusfachschulen, Fachhochschulen und ein Forschungsinstitut – denken wir an das neue Schneeforschungsinstitut – könnten einen solchen Cluster ergeben.

Sie haben noch eine zweite Strategie angesprochen?
Keuschnigg: Die Ost-West-Erstreckung Nordtirols mit einer perfekten Nahversorgung im Inntal legt geradezu nahe, den Zentralraum von Kufstein bis Landeck zu denken. Wenn man eine Einrichtung im Raum Imst – Landeck anbietet, erreicht man das Pitztal, das Ötztal, das obere Inntal und Teile des Bezirkes Reutte. Vom Raum Wörgl aus erstreckt sich der Radius auf die Bezirke Kitzbühel, Kufstein und Schwaz einschließlich der Täler. Für Osttirol bieten sich aufgrund der geografischen Situation vor allem Spezialeinrichtungen an, wobei die Digitalisierung auch hier neue Möglichkeiten eröffnet.


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