Startschuss zur ForumLand-Politikwerkstatt

Kürzlich fand im Innsbrucker Bauernbundhaus die erste Forum-Land-Politikwerkstatt statt – eine hochkarätig besetzte Diskussionsreihe, in deren Zentrum die lebenswerten ländlichen Regionen stehen. Hauptreferent war Landesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg, der die regionalen Perspektiven der Wissenschaft, Medizin des Gesundheits- und Pflegebereiches beleuchtete.

27.11.2018

In Tirol gibt es ein klares Bekenntnis zur wohnortnahen Versorgung. „Ich bin froh, dass wir mit 10 öffentlichen Spitälern eine wohnortnahe, stationäre Versorgung sicherstellen können. Das Gesamtbudget dafür beläuft sich auf 1,1 Mrd. Euro. Insgesamt gibt es 10.970 Mitarbeiter", so Tilg. Sein oberösterreichischer Kollege musste kürzlich drei Krankenhäuser auf eines zusammenlegen. „Wir haben in Tirol vorausschauend gewirtschaftet und können nun die enormen Anforderungen an den Gesundheits- und Pflegebereich stemmen", so Tilg weiter. „In den 93 Wohn- und Pflegeheimen belaufen sich die Gesamtkosten bei 8.476 Mitarbeitern auf 217 Millionen Euro. „Insgesamt sind in allen Bereichen derzeit 19.000 Mitarbeiter beschäftigt", schilderte Tilg die Zahlen. Diskussionsleiter Georg Keuschnigg meinte dazu: „Die Aufwertung der Bezirkskrankenhäuser zu Plattformen der regionalen Gesundheitsversorgung einschließlich der Ausbildungsmöglichkeiten im ärztlichen und pflegerischen Bereich ist ein starkes Signal für die Regionen. Neben den gesundheitlichen Aufgaben geht es sehr stark auch um Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum."

Ein Bündel an Maßnahmen
„Insgesamt sind wir dabei, ein Bündel an Maßnahmen umzusetzen, damit wir unsere landärztliche Versorgung in Zukunft sichern können", dabei meinte Tilg Maßnahmen wie die Gehaltsanpassungen, die Einrichtung neuer Lehrpraxen oder etwa auch die derzeit in Diskussion stehende Medical School, die eine massive Regionalisierung der Ausbildung mit sich bringen würde. „Insgesamt wurden bis jetzt 97 Lehrpraxen für Allgemeinmedizin in Tirol geschaffen, die besonders Jungärzten die Möglichkeit geben sollen, in ländlichen Gemeinden Fuß zu fassen", so Tilg. Abschließend präsentierte Tilg die dislozierten Studienorte in Landeck und Lienz, die einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Regionalentwicklung in den Themenfeldern Mechatronik (in Lienz) und Tourismus, Sport, Gesundheit und Wirtschaft (Landeck) leisten.
FL-Bezirksobfrau Regina Norz bedankte sich bei Tilg für den Vortrag: „Gesundheitsversorgung und Pflege sind wesentliche Teile der Daseinsvorsorge. Eine zeitgemäße Lösung dieser Fragen aus der Perspektive ländlicher Regionen ist entscheidend für eine gleichwertige Lebensqualität am Land. Nicht nur als Versorgungsfaktor ist die dezentrale medizinische Grundversorgung mit entsprechenden Pflegestrukturen unverzichtbar, sondern auch als Beschäftigungs- und Wirtschaftsfaktor. Somit stärkt es die soziale und wirtschaftliche Infrastruktur in den Regionen, wenn die mehrstufigen Ausbildungsmöglichkeiten zu vielen Gesundheits- und Pflegeberufen in fast allen Bezirken Tirols angeboten werden."

Ausbildung in Bezirken
„In unserer Wissensgesellschaft brauchen die jungen Menschen eine bestmögliche Ausbildung. Die Universitäts-Außenstellen in Landeck und Lienz sowie die Fachhochschule Gesundheit mit ihren fünf Außenstellen beweisen, dass die höheren Ausbildungen nicht zwingend nur in den Zentralräumen angeboten werden können, sondern auch in den Bezirken. Die Digitalisierung schafft auch hier völlig neue Voraussetzungen", so Georg Keuschnigg vom Institut für Föderalismus. „Es ist ein riesiger Unterschied, ob die Universitäten die medizinische Ausbildung rein wissenschaftlich ausrichten oder ganz konkret auf die Versorgung der Menschen in den Bezirken und Regionen.
Je besser die Universität mit den Regionen zusammenarbeitet, umso weniger braucht es alternative Ausbildungsmodelle wie die Medical School, mit der bedarfsorientert versucht werden soll, die jungen Medizinerinnen und Mediziner in den Regionen zu halten."

Foto: Freuten sich über eine interessante Diskussionsveranstaltung (vlnr.): Moderator Georg Keuschnigg vom Institut für Föderalismus, Forum-Land-Bezirksobfrau DI Regina Norz und Hauptreferent Landesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg.


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