Herbsttour des Bauernbundes gestartet

Es waren über 300 interessierte Bäuerinnen, Bauern und Jungbauern, die der Einladung von Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und den beiden Bezirksobmännern Hannes Partl und Ing. Thomas Schweigl nach Strass i. Z. bzw. Thaur folgten.

22.11.2018

Es ist uns sehr wichtig, den direkten Kontakt zu unseren Funktionären in den Ortsbauernschaften und Gebieten aufrecht zu erhalten, um kritisch, emotional und engagiert über aktuelle Herausforderungen in der Agrar- und Landespolitik zu diskutieren – nur so bleiben wir als Bauernbund stark und zukunftsfit", so Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler.

Schwaz: Retention war Hauptthema
Das Thema Hochwasser und Retention dominierte im Bezirk Schwaz die Herbstkonferenz. „Es ist ein sehr komplexes Thema, dem aber eine Tatsache zugrundeliegt: Um bestehende Siedlungs- und Gewerbegebiete zu schützen, die laut behördlichen Gefahrenzonenplänen in der roten und gelben Zone liegen, braucht es Hochwasserschutzmaßnahmen in Form von klassischen Schutzbauten – wie Dämmen und Mauern. Dabei darf aber nicht mehr Wasser an die flussabwärts liegenden Gemeinden weitergeleitet werden. Um das zu verhindern, sind im Unterinntal sogenannte optimierte Retentionsräume geplant. Optimierte Retentionsräume sind bereits bestehende Überflutungsgebiete, die durch gezielte Maßnahmen künftig mehr Wasser aufnehmen können und somit höher eingestaut werden", so Geisler zu den anwesenden Bäuerinnen und Bauern. Auf die Frage hin, ob man den Hochwasserschutz nicht durch alpine Retentionsbecken abdecken könne, meinte Geisler: „Bei einem Hochwasserereignis wie 2005 wären nur 15 Prozent der 130 alpinen Retentionsbecken angesprungen. Warum? Der Niederschlag ist bei Hochwässern im alpinen Raum oft regional sehr konzentriert verteilt. Somit sind nie alle Becken in den verschiedenen Tälern gleichzeitig wirksam. Im Jahr 2005 konzentrierte sich der Niederschlag in erster Linie auf das Engadin, das Paznaun und das Stanzertal. Die hochalpinen Rückhaltebecken in den anderen Teilen Tirols hätten damals keine Wirkung gezeigt. Dadurch verringert sich der Effekt auf das Inntal. Mit der Distanz sinkt die Wirksamkeit. Oder anders gesagt: Hochwasserrückhalt ist umso wirksamer, je näher die Maßnahmen an den zu schützenden Gebieten sind", erklärte Geisler die Ergebnisse einer wissenschaftlich fundierten Studie zur alpinen Retention.

Tierwohl und Landesbudget
Bereits im Vorfeld zu den jeweiligen Herbstkonferenzen machten sich heuer die Bezirksbauernräte intensiv Gedanken über den Ablauf der Konferenzen: „Wir haben uns heuer zum Beispiel für andere Veranstaltungsorte entschieden und die Abläufe der Konferenzen gemeinsam mit unseren Bezirksbauernräten umgestellt", so Schweigl und Partl. Die Rückmeldungen aus den Ortsbauernschaften geben den Bezirksbauernobmännern recht. „Wir konnten mehr Raum für Fragen schaffen und bereits im Vorfeld die Diskussionsteilnehmer dazu animieren, jene Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen." Im Bezirk Innsbruck, dem größten Bezirk Tirols, reichten die Themen von zukünftigen Bewässerungsmaßnahmen über die Debatte zum Thema Tierwohl bis hin zur GAP 2020+ und zum Landesbudget. Auch Themen wie Bodenschutz und Raumordnung wurden bis weit nach 23 Uhr intensivst diskutiert. An der Diskussion beteiligte sich auch der neue Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer und Bürgermeister von Thaur, Christoph Walser. Er entdeckte interessante Parallelen zwischen Wirtschaft und Landwirtschaft. „Wenn ich mir die Debatte um den ganzjährigen Freilauf so ansehe, dann kommt mir unsere Debatte zum Transitverkehr in den Sinn. Wirtschaft und Landwirtschaft fechten an unterschiedlichsten Fronten oftmals die gleichen Kämpfe aus. Das darf uns aber nicht entmutigen, sondern sollte uns vielmehr darin bestärken in Zukunft noch besser zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig zu stärken", so Walser zu den anwesenden Bauern.

Besondere Persönlichkeiten
Mag. Helmuth Traxler und Hofrat Dr. Franz Krösbacher wurden für ihren unermüdlichen Einsatz um den Tiroler Bauernbund geehrt. Während Traxler als langjähriger Bezirksgeschäftsführer seine Agenden im Frühjahr an Andreas Kirchmair übergab, verabschiedete sich der ehemalige Bauernbund-Rechtsberater und langjährige Leiter der Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei heuer in den wohlverdienten Ruhestand.

Fotos: Im Rahmen der Innsrbucker Bezirkskonferenz wurde Mag. Helmut Traxler (3. v. l.) und Hofrat Dr. Franz Krösbacher (5. v. l.) das Sliberne Ehrenzeichen des Tiroler Bauernbundes verliehen.

Starke Jugendvertretung bei der Bezirkskonferenz Schwaz.


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