Norz zieht Bilanz: „Sehr ertragreiches Obstjahr“

Anlässlich des „Tages des Apfels“ am 9. November sprach die Bauernzeitung mit Regina Norz, Obfrau von „Tirol Obst“, dem Verband der Tiroler Erwerbsobstbauern, über das heurige Erntejahr der Spezialkultur Obst.

08.11.2018

Frau Norz, wie fiel die heurige Obsternte in Tirol aus?
NORZ: Das heurige Obstjahr war ein sehr ertragreiches, die Fruchtqualität ist aufgrund der vielen Sonnenstunden hervorragend.

Bringt diese Menge an Obst einen Preisverfall mit sich?
NORZ: Wir sind bemüht, am regionalen Tiroler Markt gute Absatzwege zu finden. Natürlich ist man immer in die gesamte Marktsituation eingebettet, dennoch ist es unser Ziel, für unsere hohe Qualität auch einen entsprechenden Preis zu erzielen und diesen zu halten.

Stellt der Handel und seine Marktstrategie dabei ein Problem dar?
NORZ: Ein gutes Einvernehmen mit dem Tiroler Lebensmittelhandel ist in unserem Interesse, um unsere regionale Ware optimal zu positionieren. Preisverhandlungen gehören zur normalen Geschäftspraktik. Wir vertreten dabei immer unseren Standpunkt: Ein guter Preis für gute Ware. Die Tiroler Konsumenten nehmen das regionale Angebot auch begeistert an.

Gibt es nebem dem Lebensmittelhandel auch andere Absatzmöglichkeiten?
NORZ: Die Obstbauern und Obstbäuerinnen bedienen ja verschiedene Vermarktungswege – neben dem Lebensmittelhandel auch sämtliche Direktvermarktungsschienen. Vom Ab-Hof-Verkauf über Bauernmärkte bis hin zu Zustelldiensten, gastronomischen Belieferungen und Schulobstbelieferung gibt es zahlreiche Wege, um den Markt abzudecken. Diese verschiedenen Absatzwege müssen bedient und betreut werden, auch mit Verarbeitungsprodukten wie naturreinem Apfelsaft.

In welche Richtung entwickelt sich der Obstbau weiter?
NORZ: Der Obstbau ist ein äußerst innovativer Bereich, speziell bei den Verarbeitungsprodukten bietet sich eine sehr große Vielfalt. Angefangen von den zahlreichen Edeldestillaten und Ciders über Chutneys bis hin zu Trockenfrüchten zum Naschen und Früchtetees werden so gut wie jedes Jahr Neuheiten vorgestellt. Die Verarbeiter orientieren sich an Kundenwünschen und positiven Rückmeldungen.

Gibt es Entwicklungen bei den Obstsorten selbst?
NORZ: Bei den einzelnen Obstsorten gibt es auch eine laufende Weiterentwicklung. Allerdings dauert die Sortenentwicklung bei mehrjährigen Kulturen wie Obst viele Jahre, bis sie Marktreife erlangt, und erfordert einiges an Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Bei den neuen Züchtungen es ist das Ziel, die Fruchtqualität, den Geschmack und die Widerstandsfähigkeit des Obstes zu erhöhen. In Zukunft könnten auch trockenheitsresistentere Sorten an Bedeutung gewinnen.

Wie hat sich die heurige langanhaltende Trockenheit auf den Erwerbsobstbau ausgewirkt?
NORZ: Die Trockenheit war sicher spürbar. Glücklicherweise steht ein großer Teil der Erwerbsobstbauflächen bereits unter Bewässerung. Wir sind im Obstbau in einem hohen Maß von der Witterung abhängig. Die Niederschläge werden immer unausgeglichener in den Jahreszeiten – eine gleichmäßige Wasserversorgung ist jedoch sehr wichtig für die Spezialkulturen. Aus diesem Grund werden viele Kulturschutzmaßnahmen getroffen, um sich häufende Niederschlags- und Temperaturschwankungen sowie Schadereignissen wie Hagelschlag und Schädlingen entgegenzuwirken. Zu diesen zählen beispielsweise Netze, Beregnungen oder Folienüberdachungen. Auf der anderen Seite könnte es auch sein, dass beispielsweise der Weinbau in Tirol da und dort aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen zunimmt. An einen größeren Anbau von exotischen Früchten bei uns in Tirol glaube ich aber dennoch nicht.

Foto: Am 9. November wird der Tag des Apfels gefeiert. Für Forum-Land-Landesobmannstellvertreterin Regina Norz steht die saftige Frucht stellvertretend für das gesamte Obstsortiment.
V. l.: Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl und Regina Norz, Obfrau von „Tirol Obst".


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