Photovoltaikoffensive: Speicherung von Solarenergie soll forciert werden

Spannung herrscht nicht nur bei der Erzeugung von Solarstrom, sondern auch bei der kommenden Sitzung des Tiroler Landtages. Dort wird der Antrag für eine Photovoltaikoffensive auf Schiene gebracht, die Solarstromspeicherung fördert. Vorab haben Landtags-Vizepräsident Anton Mattle, Energiesprecher der Tiroler VP, und LAbg. Martin Mayerl, Umweltsprecher, mit der Bauernzeitung über die geplanten Maßnahmen zur erneuerbaren Energie gesprochen.

04.10.2018

 

 

Herr Mattle, auf Ihre Initiative hin wird der Antrag zur Photovoltaik-offensive im Landtag beschlossen. Was nützt diese Offensive?
MATTLE: Das Betreiben von Photovoltaikanlagen ist bisher vor allem bei hohem Eigenverbrauch interessant. Während man für den Zukauf von Strom nämlich 17 Cent pro Kilowattstunde bezahlen muss, bekommt man für eingespeisten Strom nur etwa drei Cent retour. Die Möglichkeit, Energie zu speichern, würde die Effizienz solcher Anlagen deshalb deutlich erhöhen.

Welche Vorteile sehen Sie als Umweltsprecher, Herr Mayerl?
MAYERL: Tirol hat eine ambitionierte Energiestrategie 2050. Wir haben uns das Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien um 30 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch um 50 Prozent zu reduzieren. Bei steigender Bevölkerungszahl und boomender Wirtschaft ein sehr ergeiziges Ziel. Um das auch zu erreichen, müssen wir einen Gang zulegen, sowohl was den Anteil der erneuerbaren Energien betrifft als auch die Einsparungspotenziale. Die Wasserkraft wird in Tirol der Hauptenergieträger sein müssen, aber Tirols Dächer bieten ein hohes Potenzial für PV-Anlagen. Auch bei der Dämmung, vor allem bei Altbauten, ist noch ein großes Energieeinsparungspotenzial vorhanden. Mit der zunehmenden Elektromobilität wird noch zusätzlich Strom benötigt.

Welche Möglichkeiten der Stromspeicherung werden eröffnet?
MATTLE: Der durch die Sonnenenergie erzeugte Strom kann entweder in einer externen Batterie gespeichert oder ‚virtuell' im Netz des angeschlossenen Stromanbieters ‚zwischengelagert' werden. Hierfür entwickelt das Land Tirol gemeinsam mit der TIWAG ein Modell zur Solarstromspeicherung. Diese Variante erspart dem privaten Stromerzeuger die kostenintensive Anschaffung eines eigenen Speichers.

Was bringt der vermehrte Einsatz von Photovoltaikanlagen der Umwelt und der Bevölkerung auf lange Sicht?
MAYERL: Die Sonne steht fast unbegrenzt zur Verfügung und PV-Anlagen ermöglichen eine regionale Energieversorgung. Durch intelligente Steuerungssysteme in Verbindung mit Speichermöglichkeiten können Haushalte und Betriebe sich übers Jahr gesehen energieunabhängig machen. Gerade in der Landwirtschaft ist auf den Dachflächen noch viel Potenzial für PV-Anlagen, womit auch der steigende Energiebedarf u. a. für Heubelüftungen und Milchkühlungen gedeckt werden kann. Auch die Einspeisung wird bei steigenden Energiepreisen wieder interessanter. Weil in Tirol im Vergleich zu anderen Bundesländern höhere Anforderungen in der Raumordnung und Bauordnung gelten, planen wir für Anlagen auf Dächern bürokratische Erleichterungen bei der nächsten Gesetzesnovelle. Die Verringerung des Energieverbrauches aus Öl und Kohle ist letzlich für die CO2-Bilanz sehr positiv und außerdem bleibt Wertschöpfung in der Region.


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