Tiroler Bauernbund schlägt Pflöcke für das politische Wintersemester ein

Im Vorfeld zum bevorstehenden Oktoberlandtag, der kommende Woche in Innsbruck stattfindet, haben sich die Mandatare gemeinsam mit der Kammerspitze auf die bevorstehende Herbstarbeit und die politischen Vorhaben intensiv vorbereitet. Obmann des sogenannten Agrarklubs ist LAbg. DI Ök.-Rat Hermann Kuenz. Er gab der Bauernzeitung Einblicke in die politische Arbeit.

27.09.2018

Herr Kuenz, was genau steckt hinter dem Begriff „Agrarklub"? Wer ist dort Mitglied und was passiert da?
KUENZ: Beim sogenannten Agrarklub handelt es sich um die Arbeitsgemeinschaft der bäuerlichen Abgeordneten zum Tiroler Landtag, zum Nationalrat und zum Bundesrat. Mitglied sind dort derzeit meine Landtagskollegen Kathrin Kaltenhauser, Martin Mayerl, Alois Margreiter und Josef Edenhauser, unser Nationalratsabgeordneter Hermann Gahr und Bundesrat Peter Raggl. Mit dabei im Agrarklub ist jedoch auch die Spitze der Landwirtschaftskammer Tirol mit Präsident Josef Hechenberger, Vizepräsidentin Helga Brunschmid und Direktor Ferdinand Grüner. Als Vertreter des Tiroler Bauernbundes sind Obmann LHStv. Josef Geisler, seine beiden Stellvertreter Thomas Schweigl und Elmar Monz und Bauernbund-Mitarbeiter vertreten. In dieser kleinen Arbeitsgemeinschaft, deren Obmann ich seit einigen Jahren bin, werden intensive Abstimmungsarbeit und Meinungsfindungsprozesse betrieben. In der Regel tagen wir unmittelbar vor Landtagen, damit wir gut vorbereitet in die gemeinsamen Sitzungen mit den Abgeordneten von Wirtschafts- und Arbeitnehmerbund gehen, um als Volkspartei durchschlagskräftig agieren zu können.

Wie kann man sich diese Arbeitsweise konkret vorstellen?
KUENZ: Die Mitglieder des Klubs bringen aktuelle Themen aus ihrem Lebens- und Arbeitsumfeld in die Sitzung ein und wir versuchen, diese kritisch zu diskutieren. Damit man Problemfelder, Gesetze, diverese Vorhaben und Projekte umfassend beleuchten kann, gehört es im Klub zur Tagesordnung, dass unterschiedlichste Fachexperten zu Vorträgen und zum Meinungsaustausch geladen werden. Auf Wunsch werden auch weitere Informationen recherchiert und ausgearbeitet. So können dann Entscheidungsträger nach umfassender Abstimmung die Anliegen und Themen in ihren jeweiligen Gremien erfolgreich vorantreiben.

Was sind aktuelle Themen, die den Agarklub beschäftigen?
KUENZ: Wir arbeiten seit Monaten an unseren Vorschlägen für die von LR Johannes Tratter forcierte Novelle des Raumordnungsgesetzes. Wenn es um Grund und Boden in unserem Land geht, dann bedeutet das eine besondere Betroffenheit für unsere Bauern. Als Eigentümervertreter ist es unsere Aufgabe, die Interessen der Landwirtschaft in diese Novelle einzubringen und bereits jetzt für die Generationen nach uns die flächendeckende Landwirtschaft abzusichern. Gleichzeitig beschäftigen uns auch Themen wie leistbares Wohnen für junge Menschen, besonders in ländlichen Gegenden. Auch hier versuchen wir gemeinsam einen gangbaren Weg zu erarbeiten. Jedoch auch die Frage, wie man Erwerbs- und Kombinationsmöglichkeiten auf den Höfen schaffen und Standbeine wie beispielsweise die Direktvermarktung stärken kann, bewegt uns sehr. In Sachen Grundverkehr wird es in Zukunft darum gehen, der Spekulation mit Grund und Boden entschieden den Riegel vorzuschieben. Das ist in einer Debatte, die zunehmend von Neid dominiert wird, notwendiger denn je, jedoch auch sehr schwierig. Sie sehen, die Themen sind sehr vielfältig.

Wie schaut es derzeit mit konkreten Vorbereitungen auf die Landtage aus?
KUENZ: Als Sprecher des Finanzausschusses arbeite ich gemeinsam mit LH Günther Platter und LHStv. Josef Geisler intensiv auf den bevorstehenden Budget-Landtag im Dezember hin. Die Vorbereitung des Budgets ist für uns eine große Aufgabe. Besonders im Bereich des Agrarbudgets gilt es, unsere Bauernfamilien im Berggebiet nachhaltig zu stärken. Wer zu höchsten Standards produziert, hat einen fairen Preis verdient. Das ist vor allem auch ein Zeichen der Wertschätzung.


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