Schaffell: Nebenprodukt mit Mehrwert

„Universalgenies“ nennt Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger die Erzeuger von Wolle, Milch und Fleisch - Schafe. Dass die Nutztiere als Nebenprodukt auch gegerbtes Fell liefern, wird noch zu wenig beachtet.

20.09.2018

Das Schaf als Teil des Tiroler Kulturguts zu bezeichnen, ist keine Übertreibung. Noch heute halten 2.500 Bauern rund 70.000 Schafe, die nicht nur auf den steilen Wiesen der Bergbauern, sondern auch auf der Alm als Landschaftspfleger bekannt und beliebt sind. Die Nutztiere bieten zudem Milch, Wolle und Fleisch.
Eine eierlegende Wollmilchsau sozusagen. Statt der Eier fällt als Nebenprodukt der Fleischgewinnung jedoch das Fell des Schafes ab, das durch die Arbeit des Gerbers zu einem vielfältigen Naturmaterial wird.

Spezialität: Schaffell
Weniger als zehn Personen sind es inzwischen österreichweit, die sich mit der Herstellung von Lammfell beschäftigen. Die Gerberei gilt als aussterbende Berufssparte, doch nun steigt das Interesse der Bevölkerung an den hochwertigen Erzeugnissen des Gerberhandwerks wieder. Martin Trenkwalder, Berufsgruppenobmann der österreichischen Gerber, und Johann Niederkofler sind die letzten zwei der insgesamt sechs Tiroler Gerber, die sich mit der Herstellung von Schaffell beschäftigen. „Mit der hohen Qualität und den Dienstleistungen, die wir bieten, kann ein Großhändler nicht mithalten", ist Johann Niederkofler überzeugt. Für die beiden Gerber gibt das Schaf- und Lammfell mehr her als nur das Futter des Winterschuhs.

Unterschätzter Rohstoff
Antibakteriell, nach Bedarf wärmend oder kühlend und sogar für Allergiker geeignet ist das Schaffell, dass mit unterschiedlichen Gerbverfahren bearbeitet wird. Von der Alten- und Krankenpflege über Kleidung bis hin zur Ausstattung des Kinderbettes ist es vielfältig einsetzbar. „Wir haben in Tirol eine sehr große Rassen- und somit auch Farbenvielfalt", führt Johannes Fitsch, Geschäftsführer des Tiroler Schafzuchtverbandes, aus und erklärt: „Das Produkt Schaffell wird stiefmütterlich behandelt, obwohl es mit der Schlachtung einhergeht und den Bauern einen Mehrerlös durch den Verkauf bieten kann."
Noch enden viele der Schaffelle als „Schlachtabfälle" und können nicht weiterverarbeitet werden. Eine Verschwendung, die nicht nur die potenziellen Zusatzeinnahmen der Bauern zunichtemacht, sondern auch das Gerberhandwerk gefährdet.


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