Almgeschichten – Folge 15 (Schluss): Die Almberichte wecken Heimatgefühle

Zum Abschluss gibt es wie jedes Jahr einige LeserInnen-Reaktionen auf unsere Almserie 2018.

20.09.2018

Dieser meteorologisch so schöne Sommer war in vielen Teilen Tirols weitgehend zu trocken für den guten Wuchs der Almgräser und hat viele Bauern dazu bewogen, ihre Tiere früher als geplant von der Alm zu holen.
Wie ein fruchtbarer Regen inmitten des trockenen Schreibgeschäftes sind für uns Journalisten anregende Briefe und Mails, die uns von den LeserInnen erreichen. Sie lassen die Motivation wieder wachsen wie frische Almgräser.
So ein motivierendes Schreiben langte Mitte des Sommers als Reaktion auf den Bericht über die Flirscher Stieralm und den populären Hirten Franz Hiesel bei mir ein. Am 22. Juli erreichte mich dazu folgendes Mail:

„Wie gerne würde ich auf die Alm zu den Stieren gehen, es muss traumhaft sein!
Am Freitag fahre ich erstmal ins Ötztal, der Heimat meines Datten, zum Bezirksmusikfest. Ich freue mich und danke für den schönen Bericht, er hat mein Herz berührt.
Grüße aus Saarbrücken
Birgit Bauer"

Originale und Almlegenden
Diese Zuschrift ist auch deshalb so erfreulich, weil sie zeigt, dass nicht nur für viele almbegeisterte Menschen in unserem Land die Almen ein Stück Heimat bedeuten, sondern dass unsere Almserie auch weit außerhalb Tirols Heimatgefühle wecken kann. Die Alm als Heimat betrachten auch zwei herzerfrischende Alm-Originale, die ich aufgrund einer Zuschrift kennenlernen durfte. MMag. Alois Gruber vom Oberburg-Hof in Kolsassberg schrieb mir folgendes:

„Sehr geehrte Frau Prugger,
Als ‚gewichener Bauernbua', der während seines Studiums immer am Bergbauernhof und auf der Alm angepackt hat, verfolge ich mit großem Interesse Ihre ‚Almgeschichten' in der Bauernzeitung. Während meiner zahlreichen Almsommer hatte ich in unserer Gemeinde auch die einmalige Gelegenheit, mit folgenden ‚Legenden' zusammen zu arbeiten:
Tagethlahn-Alm: Franz Kreidl vom Weerberg (vlg. ‚Nöckler'); 82 Jahre alt – noch immer fixer Bestandteil der Alm
Grovenz-Alm: Rudolf Eberl sen. vom Kolsassberg/Schwaz (vlg. ‚Specht'); wird im Dezember 94 (!) Jahre alt – auch noch aktiv auf ‚seiner' Grovenz.
Ich denke, dass sich solche ‚Ausnahmeerscheinungen' sicher auch gut für eines Ihrer nächsten G'schichtln von der Alm eignen könnten. Sehr gerne stehe ich in diesem Zusammenhang als ‚ortskundiges Navi' zur Verfügung."
So war es dann auch. Familie Gruber und ich besuchten gemeinsam die beiden Almen und die noch immer rüstigen beiden „Almlegenden" Franz und Rudi, über die in Folge 11 zu lesen war.

Auch die Sorgen kamen zur Sprache
Immer wieder erreichen mich Anrufe und Schreiben, bei denen die Sorge um die Bauernschaft und die Almwirtschaft im Mittelpunkt steht. So machte mich Christian Moser vom Rinderzuchtverband Tirol auf den Zusammenhang zwischen Almwirtschaft und traditionellen Anbindeställen aufmerksam. Bauern, die sich mit ihren kleinstrukturierten Betrieben keine modernen Freilaufställe leisten können, könnten künftig das Nachsehen haben, wenn Handelsketten 365 Tage im Jahr Auslauf für die Tiere fordern. Dieses sehr sensible Thema wurde in Folge 10 anhand der Junsalm im Tuxertal erläutert und wird sicher noch etliche Diskussionen nach sich ziehen.
Der almbegeisterte Landwirt Gotthard Jenewein aus Mieders wiederum wandte sich mit der Bitte an mich, das leider oft sehr negativ kommunizierte Image der Bauernschaft zu thematisieren. Er führte mich netterweise auf die Ochsenalm von Mieders (Folge 12), wo er seine Mutterkühe alpt. Dort zeigt sich anhand der hohen Besucherzahlen, dass das Almleben zumindest in touristischer Hinsicht keine Imageprobleme hat. Ohne funktionierende Almen könnte allerdings der Tiroler Tourismus Imageprobleme bekommen und das wären schlechte Zukunftsaussichten.
Unsere Leserinnen und Leser braucht man weder auf die Schönheiten noch auf die Probleme des Almlebens hinweisen, sie kennen beides sehr genau. Wir freuen uns, wenn sie diese Serie trotzdem aufmerksam mitverfolgen und wir auf diese Weise zur Wertschätzung unserer Almbauern und Almbäuerinnen beitragen können.

Eine schöne Zeit bis zum nächsten Wiederlesen wünscht Euch
Irene Prugger


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