Wichtige Weichenstellungen für die bevorstehende Herbstarbeit

Am Montag tagten die Vorstände des Tiroler Bauernbundes im Innsbrucker Bauernbundhaus. Bauernbundobmann LHStv. ÖR Josef Geisler informierte über aktuelle Geschehnisse auf Landes- und Bundesebene. Aus dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus berichtete Sektionschef DI Hannes Fankhauser.

20.09.2018

Zur ersten Bundesvorstehung nach dem Sommer lud diese Woche Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler. Neben seinen ausführlichen Berichten aus der Klub- und Regierungsarbeit meinte Geisler rückblickend auf die vergangenen Wochen: „Unsere Sommergespräche in St. Jakob in Haus und in Zirl waren auch heuer wieder gut besucht und zahlreiche Bäuerinnen, Bauern und Jungbauern nutzten die Chance, um mit Bauernbundpräsident Georg Strasser und LH Günther Platter ins Gespräch zu kommen. Es ist mir persönlich sehr wichtig, den direkten Kontakt zu unseren Ortsbauernschaften zu halten − nur so können wir die Anliegen der Bauern auf Landes- und Bundesebene ordentlich vertreten. Bereits in wenigen Monaten starten wir mit den Herbstkonferenzen in allen Bezirken Tirols", so Geisler zu den anwesenden Funktionären. „Mein besonderer Dank gilt all jenen, die dieser Tage wieder die traditionellen bäuerlichen Feste organisieren. Diese Veranstaltungen sind schon längst zu Publikumsmagneten geworden. Besonders bedanken möchte ich mich bei den Organisatoren wie z. B. der TJB/LJ, die am Wochenende mit ihrem Bezirkserntedankfest in Thaur wieder eindrücklich bewiesen hat, dass sie ein Aushängeschild für die gesamte bäuerliche Bevölkerung ist"; so Geisler.

Herausforderungen sind vielfältig
Hauptreferent der Sitzung war Sektionschef DI Hannes Fankhauser. Er gab neben aktuellen Themen wie der Rückkehr des Wolfes und dem kürzlich geschnürte Maßnahmenpakt Trockenheit einen umfassenden Einblick in die Vorhaben des Ministeriums während der laufenden EU-Ratspräsidentschaft. „Unser generelles Ziel ist dabei, die Handschrift Österreichs unter die EU-Agrarpolitik zu setzen. Dazu zählen für uns die Kontinuität in der Finanzierung und der Erhalt der flächendeckenden und nachhaltigen Landwirtschaft, besonders im Berggebiet und in benachteiligten Gebieten", so Fankhauser.
Gegensätzlicher Meinung seien sich die Verhandlungspartner derzeit bei Themen wie der fehlenden Vereinfachung beim neuen GAP-Umsetzungsmodell sowie der Erhöhung der Anforderungen und Einschränkung an Spielraum für freiwillige Maßnahmen bei der neuen Umweltarchitektur. Auch im Bereich Capping, Öko-Schema und gekoppelte Zahlungen werde laut Fankhauser noch kontrovers diskutiert. „Weitere Themen, die während der EU-Ratspräsidentschaft möglichst rasch, also noch bis vor den EP-Wahlen, vorangetrieben werden sollen, sind unter anderem die Modernisierung und Vereinfachung der GAP nach 2020, die Ausverhandlung des EU-Budgets, die Verbesserung der Lebensmittelversorgungskette, die Spirituosen-Verordnung und die Eiweißstrategie." Fankhauser skizzierte die drastischen Auswirkungen der derzeit durch EU-Haushaltskommissar Oettinger angedeuteten Kürzungen im EU-Agrarbudget von bis zu 110 Mio. Euro für Österreich. „Nur zum Vergleich: Das ist in etwa die Summe, die Tirol für die ländliche Entwicklung, für ÖPUL und Ausgleichszahlungen insgesamt erhält. Deswegen kommen für uns Kürzungen im Berggebiet nicht in Frage", so Fankhauser. Die bessere Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Landwirtschaft wird von BM Elisabeth Köstinger forciert. „Hier werden in nächster Zukunft Touristiker und Landwirte gebeten, gemeinsam an einer Ideenfindung mitzuarbeiten."
Abschließend präsentierte Fankhauser ein neues Pilotprojekt zur automatisierten Futterflächenerfassung auf der Alm, wo es auch in Tirol bald Versuche geben wird. „Die bisherigen Erkenntnisse sind meines Erachtens sehr erfolgversprechend, auch wenn Adaptierungen notwendig sind und natürlich zukünftige Fördermodelle entsprechend auf das neue System abzustimmen sein werden", so Fankhauser. Abschließend berichteten die Bezirke und Sektionen über Vorhaben und Herausforderungen.

Foto: In der Bundesvorstehung sind alle Bezirksbauernobmänner, alle bäuerlichen Abgeordneten zum Landtag, Nationalrat und Bundesrat sowie die Spitzenvertreter der LK-Tirol, der Bäuerinnen und der Sektionen Forum Land und TJB/LJ vertreten. Das Gremium tagt mindestens sechs Mal im Jahr und bietet einen Einblick in die vielen Wirkbereiche.


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