Getreide aus Tirol: Auch „des isch Hoamat“

„Des isch Hoamat“ – unter diesem Moto steht das große Bezirks-erntedankfest, das die Jungbauernschaft des Bezirkes Innsbruck Stadt/Land am kommenden Sonntag, dem 16. September 2018, in Thaur veranstaltet. Einer der Schwerpunkte dabei ist das Tiroler Getreide, auf das die Jungbauern besonders aufmerksam machen möchten.

13.09.2018

Im Rahmen eines Pressegesprächs informierten am Donnerstag letzter Woche die Bezirksobleute Martin Mayr und Kathrin Mayr sowie NR Hermann Gahr und Christian Ruetz jr. im Backhaus Ruetz in Kematen über das Thema Getreideanbau in Tirol.
„Wir wollen dieses Getreideprojekt beim Erntedankfest nach innen und außen bewusstmachen und die Wertschöpfungskette, die damit verbunden ist, anschaulich aufzeigen", so Bezirks-obmann Martin Mayr. Dazu wird auch ein Oldtimer-Mähdrescher (Baujahr 1964) des Maschinenringes mitfahren, im Anschluss wird auf einem Wagen die Weiterverarbeitung anschaulich demonstriert.
Bezirksleiterin Kathrin Mayr ergänzt: „Fast alle der 64 Ortsgruppen des Bezirkes nehmen teil und haben sich Gedanken zum Thema Heimat gemacht, das sie in verschiedensten Formen, von Erntekronen bis zu Erntewägen, umsetzen."
Unterstützung bekommen die Jungbauern dabei von NR Hermann Gahr und dem Maschinenring Tirol: „Wir wollen diese Gelegenheit nützen, um eine konkrete Botschaft an die Tirolerinnen und Tiroler zu richten. Denn dass der Getreideanbau wieder zunimmt, tut der Tiroler Landwirtschaft gut." Zum einen werde so die Landwirtschaft in Tirol vielfältiger, zum anderen zeige sich, dass diese Produktion auch regionale Wertschöpfung bringt. Und schließlich, so Gahr, ist der Getreideanbau mit Fruchtfolge ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Ehrliche Wertschöpfung
„Wichtig ist, dass die Bauern gute Vermarktungschancen mit einem fairen Preis bekommen", betont der Abgeordnete dankbar im Hinblick auf Abnehmer wie die Bäckerei Ruetz oder Zillertal Bier. „Die Bauern wollen nicht von Förderungen abhängig sein, sondern eine ehrliche Wertschöpfung erzielen."
Christian Ruetz jr. vom Bäcker Ruetz ergänzt: „Uns ist dieses Thema sehr wichtig, weil wir uns auch für Nachhaltigkeit und Regionalität einsetzen." Das Unternehmen mit Sitz in Kematen baut selbst seit zwanzig Jahren Getreide an. Aktuell arbeitet man mit zahlreichen Bauern aus der Umgebung zusammen, die auf 60 Hektar Getreide anbauen. Dieses wird dann direkt bezogen und von der Rauchmühle in Innsbruck verarbeitet – „alles kurze Wege", wie Ruetz betont.
Aktuell werden bei Ruetz sechs Brotsorten aus Tiroler Getreide gebacken, ein Drittel des Sortiments besteht zu hundert Prozent aus Tiroler Getreide.

Erntedankfest in Thaur
Das große Bezirkserntedankfest in Thaur am Sonntag, dem 16. September, beginnt um 10 Uhr mit einer Feldmesse oberhalb der Pfarrkirche, danach folgt der Umzug durch das Dorf, anschließend Frühschoppen im Festzelt (Nähe Essachweg). Der Eintritt ist frei.

Zahlen und Fakten
Getreideanbau in Tirol
Gesamte Getreideanbaufläche (ohne Mais, inkl. Pseudogetreide wie Hirse, Buchweizen, Quinoa, Amarant): 679,09 Hektar
Den größten Anteil weist der Bezirk Innsbruck-Land mit 253,7 Hektar auf, gefolgt von Imst (172,97 Hektar), Lienz (154,51 Hektar), Schwaz (52,67 Hektar), Landeck (28,63 Hektar), Kitzbühel (8,55 Hektar) und Kufstein (8,04 Hektar). Schlusslicht ist, nicht zuletzt wegen des rauen Klimas, Reutte mit 0,02 Hektar.
Anzahl der Betriebe mit Getreideanbau: 638
Durchschnittliche Anbaufläche pro Betrieb: 1,12 Hektar
156 Hektar der gesamtem Anbaufläche werden biologisch bewirtschaftet (21,1 Prozent)
Augrund der heurigen extremen Trockenheit war der Ertrag im Schnitt um 32 Prozent geringer als im Vorjahr. Der Schaden durch die Trockenheit liegt bei rund 325.000 Euro.
Größte Abnehmer von Getreide 2018:
Brauerei Zillertal Bier: 75 Hektar (Sommergerste Tiroler Imperial „Fisser Gerste")
Bäckerei Ruetz: 55 Hektar (Roggen, Weizen, Dinkel)
Brauerei Starkenberg: 11 Hektar (Sommerbraugerste)
An Saatgut hat die Tiroler Saatbaugenossenschaft insgesamt 15,65 Hektar angebaut. Diese betreibt auch die moderne Getreideaufbereitungsanlage in Flaurling, die im Vorjahr errichtet wurde.

Foto: Vor einem Buchweizenfeld der Bäckerei Ruetz in Kematen (v. li.): Christian Ruetz jr., Jungbauern-Bezirksleiterin Kathrin Mayr, Bezirksobmann Martin Mayr und NR Hermann Gahr. Christian Ruetz: „Den Buchweizen haben wir eigentlich nur als Zwischenfrucht angebaut, aber wenn das Wetter mitspielt, können wir ihn im November ernten."


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