Modellregion Landeck erhebt Strukturen

Landwirtschaft, Tourismus und Handel zu vernetzen – das ist das Ziel der „Modellregion Landeck“. Koordinator Bernhard Pircher trat im März an, um in den nächsten fünf Jahren dieses äußerst umfangreiche Vorhaben zu verwirklichen.

06.09.2018

Es braucht für jede Idee einen Anstupser, der in diesem Fall Elmar Monz heißt. Der Landecker Bezirksbauernobmann sieht für die rund 1500 kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe – hauptsächlich im Nebenerwerb – die Chance, die 2200 Gastronomiebetriebe im Bezirk Landeck mit ihren Erzeugnissen zu beliefern. Die Seilschaft von Landwirtschaftskammer, AMA Tirol, Land Tirol und Kulturfonds sieht diese Chance ebenfalls, die „Modellregion Landeck" wurde im letzten Jahr im Landtag geboren und beschlossen, für den Aufbau nimmt man sich fünf Jahre Zeit.

Großes Absatzpotenzial für heimische Produkte
„Gerade im Bezirk Landeck trifft eine äußerst kleinstrukturierte und vom Nebenerwerb dominierte Landwirtschaft auf einen starken Tourismussektor mit großem Absatzpotenzial für regionale Produkte", ist Projektkoordinator Bernhard Pircher überzeugt von dem Vorhaben. „Es sind allerdings unglaublich viele Aspekte für die Vernetzung von Tourismus und Landwirtschaft zu berücksichtigen", weiß Pircher, der seit März an den ersten Puzzleteilen arbeitet. Und er weiß auch, dass der Beginn eines Puzzles die schwierigste Phase ist. Der erste Schritt sei die Situationsanalyse. „Wir sind immer noch dabei, den Ist-Stand zu ermitteln", resümiert der gelernte Käsemeister mit Marketing-erfahrung, „es benötigt unzählige Gespräche, um das Konglomerat in ein System zu formen."

Dorfsennereien sollen weiterentwickelt werden
Den Schwerpunkt in der Startphase legt der Koordinator in den Aufbau von Strukturen in den Bereichen Milch und Fleisch. „Wir haben beispielsweise fünf Dorfsennereien im Bezirk. Diese sollen auf neue Beine gestellt werden, die Gespräche laufen." Derzeit werden, so Pircher, im Bezirk rund sieben Millionen Liter Milch produziert. Ob diese Menge allerdings zu halten ist, sei fraglich. „Die Anzahl der Milchkühe geht permanent zurück." Großes Potenzial sieht der „Kümmerer" hingegen im Fleischsektor: „Wir verhandeln gerade mit den Fleischverarbeitern in der Region, der Handel wird ebenfalls eingebunden." Ein Klassifizierungssystem zur Qualitätssicherung zu definieren sei eine der bevorstehenden Aufgaben. Wenn der Bereich der Partnerschlachthöfe geklärt ist, gelte es zu eruieren, welche Fleischmengen die Landwirte liefern können. „Das Fleisch soll möglichst im Tal bleiben", so Pirchers Vision, „wir verschließen uns jedoch nicht anderen Bezirken, sollte das Angebot nicht ausreichen." Die Nachfrage seitens der Gastronomie sei nämlich groß: „Die Türen der Tourismusbetriebe stehen weit offen."

Foto: In seinem Büro in der LK Landeck zieht Projektkoordinator Bernhard Pircher die Fäden für den Aufbau der Modellregion Landeck.


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