Getreide: Wiedergeburt statt Gentechnik

Alte Landsorten werden für Bauern attraktiver. Sie versprechen durch die jahrhundertelange Züchtung beste Qualität und sind laut LHStv. Josef Geisler ein „wahrer Schatz“. Gerade im Bereich Getreide erhofft man sich bessere Ergebnisse durch die alten Sorten.

30.08.2018

Gentechnik? Nein danke! Diesem Leitsatz folgt auch die Tiroler Landwirtschaft. „Wir bekennen uns in Tirol zu unverfälschten, natürlichen Lebensmitteln und damit zur gentechnikfreien Produktion", erklärt LHStv. Josef Geisler, „Tirol war 2005 eines der ersten Bundesländer mit einem eigenen Gentechnik-Vorsorgegesetz." Aus diesem Grund muss sich das Bundesland keine Sorgen um den Beschluss der Europäischen Gerichtshofes machen, die „Genschere", eine moderne Methode zur Veränderung des Erbgutes von Pflanzen ohne das Einfügen artfremder Gene, als Gentechnik einzuordnen.
Statt Lebensmittel zu manipulieren, greift man in Tirol auf Alternativen zurück, um sich an die wandelnden Bedingungen anzupassen. Gerade das heurige trockene Jahr hat den Bauern viel abverlangt, beim Getreideanbau liegt die Ernte deutlich unter dem Durchschnitt. Abhilfe will man im Getreidebereich mit den alten Landsorten schaffen, also Saatgut und Pflanzen, die seit jeher in Tirol heimisch sind und auf jahrtausendelange Züchtung zurückblicken können.

Wiedergeburt
Ihre Renaissance erleben die alten Landsorten unter anderem auch durch das stärkere Bewusstsein der Bevölkerung: Man will keine genetisch veränderten Lebensmittel, sondern natürliche Kost. „Wer Gentechnik-Freiheit will, der greift am besten zu regionalen Lebensmitteln", so auch LHStv. Josef Geisler.
„Wir führen laufend gezielte Versuche durch, um herauszufinden, wo man was sinnvoll anbauen kann", meint Klaus Wallnöfer, Vorstand der Abteilung landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei. Ein Augenmerk wird dabei auch auf die zahlreichen Eigenschaften innerhalb der Landsorten gelegt, die oftmals besondere Toleranzen, beispielsweise gegen Trockenheit, aufweisen. Als Erfolg kristallisierten sich etwa bereits die Sorten „Fisser Imperial", das auf rund 80 Hektar angebaut und in Tirol vornehmlich zum Bier brauen genutzt wird, der „Tiroler Sommerroggen", ein Brotgetreide, und der „Rote Tiroler Kolbendinkel", der sich dieses Jahr auf acht Hektar vermehrt hat, heraus.
Insgesamt steigerte sich der Getreideanbau in Tirol in nur drei Jahren von 600 Hektar auf 700 Hektar.

Genbank
Alte Landsorten gehören Allgemeinheit
Das in der Genbank des Landes Tirol lagernde Saatgut steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Keimfähiges Material von rund 1.000 verschiedenen Landsorten lagert dort, davon über 700 Getreidesorten. Bei näheren Fragen zu den alten Landsorten wenden Sie sich an DI Dr. Christian Partl unter Tel.: +43 512/508 2522 oder E-Mail: landw.schulwesen@tirol.gv.at

Foto: DI Dr. Christian Partl von der Genbank, LHStv. Bauernbundobmann Josef Geisler und Klaus Wallnöfer, Vorstand der Abteilung landwirtschaftliches Schulwesen, Jagd und Fischerei, vor einem Versuchsfeld, auf dem der Tiroler Sommerroggen geerntet wurde.


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