Bodenschutz ist und bleibt Schlüsselthema

Das Thema Baulandmobilisierung beschäftigt derzeit die Politik und die Bevölkerung Tirols. Die unterschiedlichsten Herangehensweisen werden diskutiert und analysiert. Dipl.-Ing. Regina Norz, Landesobmann-Stellvertreterin von Forum Land, ist der Schutz des Bodens ein großes Anliegen und sie sieht dringenden Handlungsbedarf.

30.08.2018

Regina Norz sieht es als eine gesellschaftpolitische Aufgab,e wirkungsvolle Strategien zu entwickeln, um den enormen Bodenverbrauch einzudämmen. Seit 2001 wuchs die Beanspruchung der Flächen deutlich schneller als die Bevölkerung. Laut Umweltbundesamt ist der Versiegelungsgrad im gleichen Zeitraum um 24 Prozent gestiegen. „Jeder Quadratmeter grüner und fruchtbarer Boden trägt zur Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz bei", betont Norz. Das gilt für landwirtschaftlichen Boden und besonders auch für Ballungsgebiete, wo dringend Grünflächen belassen bzw. wieder eingeplant werden sollten. Versiegelte Flächen heizen sich viel schneller auf und haben alle biologischen Funktionen verloren, im Gegensatz zu natürlichem Boden, der Wasser speichern, Kohlenstoff binden und Schadstoffe filtern kann. Gerade im Hinblick auf zukünftige Klimaprognosen ist es ein Gebot der Stunde, viele grüne Inseln in Städten und Dörfern zu erhalten bzw. neu zu schaffen und vor allem unsere vielfältigen Agrarflächen wesentlich besser zu schützen.

Begrenzung der Bodenversiegelung
Mit der österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie wurde bereits für 2010 eine Begrenzung des Bodenverbrauchs festgelegt, diese liegt bei maximal 2,5 Hektar Bodenversiegelung pro Tag. „Davon sind wir leider meilenweit entfernt, diesen Zielwert haben wir 2017 um mehr als das Fünffache überschritten. Und in den Jahren davor wurden rund 20 Hektar Boden täglich in Österreich verbaut" mahnt Regina Norz. In dieser Hinsicht wünscht sie sich ein viel ehrlicheres Bekenntnis und stärkere Bemühungen von Seiten der Politik.

Anreizsysteme statt Strafmaßnahmen
„Die Widmungspolitik der Vergangenheit ohne nachhaltiges strategisches Flächenmanagement und ohne Verankerung der Bodenfunktionen war ein Fehler", ist Regina Norz überzeugt. Um das bereits gewidmete Bauland zu mobilisieren, werden unter anderem „Strafzahlungen" angedacht, um die verbleibenden grünen Oasen in den Orten möglichst rasch einer Verbauung zuzuführen. Ob das die Probleme lösen wird, ist für Norz mehr als fraglich. Sie sieht besonders in Gunstlagen meist Spekulations- und Anlegergeschäfte als die eigentlichen Treiber am Immobilienmarkt, nicht immer ist es der tatsächliche Eigenbedarf der dauerhaft ansässigen Bevölkerung.
Als Landesobmann-Stellvertreterin von Forum Land setzt sie sich besonders für die Um- und Nachnutzung bestehender Bausubstanz ein. „Bevor weitere wertvolle Grünflächen unwiederbringlich verbaut und versiegelt werden, soll konkret überlegt werden, wie bereits Verbautes optimal und gegebenenfalls mehrfach genutzt werden kann – dort, wo es möglich ist. Das betrifft nicht nur den Wohnbau, sondern besonders gewerbliche Immobilien und die Bauten der öffentlichen Hand, die mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Ich bin klar für ein Anreizsystem, um leerstehende oder mindergenutzte Substanz zur Belebung der Ortskerne zu mobilisieren. Dazu braucht es eine wirksame Bewusstseinsbildung und ein durchdachtes Maßnahmenbündel, besonders für Regionen mit Abwanderungstendenzen."


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