„Die Entscheidung ist klar: Der Wolf muss weg!“

Ein wolfsfreies Südtirol fordert Toni Ebner, Chefredakteur der Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“, in einem Kommentar. Der Wunsch nach einer Land- und Almwirtschaft ohne Bedrohung durch Wölfe wird immer lauter.

09.08.2018

Ein erschreckendes Video ging vergangene Woche durch die Medien: Ein Kalb steht zitternd im Wald, bei näherer Betrachtung erkennt man den Grund für das Elend. Zerfetzt ist das Hinterteil des Tieres, die Reste der Oberschenkelmuskulatur zucken. Wenig später wurde das Kalb notgeschlachtet und von seinem Leid erlöst. Ereignet hat sich dieser Vorfall in Moena im Fassatal. Mutmaßlicher Angreifer des Tieres war ein Wolf, der sogar einen Herdenschutzzaun überwunden hat, um an das Kalb zu kommen.
Auf Youtube findet man das Video unter dem Link https://bit.ly/2M7GVsw.
Verständlicherweise gehen die Südtiroler Bauern auf die Barrikaden und fordern ein wolffreies Südtirol. Auch das Leitmedium der Südtiroler, die Tageszeitung „Dolomiten", stellt sich auf die Seite der Alm- und Landwirtschaft. Chefredakteur Toni Ebner hat sich in der Ausgabe vom 28. Juli 2018 kritisch gegenüber den Wölfen und ihren Befürwortern geäußert. Seiner Meinung nach ist die Landwirtschaft mit ihren Almen nicht mit dem Raubtier vereinbar. Nachfolgend der Kommentar von Chefredakteur Toni Ebner:

Der Wolf muss weg!
Die „Dolomiten" bringen schockierende Texte, Bilder und Videos nur in Ausnahmefällen. Der jüngste Angriff von Wölfen darf nicht verborgen werden. Das schreckliche Leid des kleinen Kälbchens muss gezeigt werden. Die Befürworter der Wiedereinbürgerung des Wolfes sollen endlich begreifen, was Wölfe anrichten. Sie sollen die geschundene Kreatur sehen, die zitternd neben einem Baum steht, mit herausgefressenem Schenkel und freigelegtem Oberschenkelknochen. Das Tier leidet stumm unter unsäglichen Qualen. Bei lebendigem Leib angefressen.
Die Wolfbefürworter sollen zur Kenntnis nehmen, dass der Wolf nicht Fleisch frisst, das sie schön angerichtet beim Metzger sehen. Der Wolf tötet sein Opfer qualvoll, weil er es bei lebendigem Leib auffrisst.
Frau Foppa, Herr Dello Sbarba und Herr Heiss (Anm. der Redaktion: Abgeordnete der Südtiroler Grünen Fraktion), schauen Sie sich das Video an, bevor Sie wieder eine wildromantische Presseaussendung verfassen, wie wichtig der Wolf in Südtirol ist. Schauen Sie sich das Kälbchen an! Wollen Sie, dass auch weiterhin unsere Tiere bei lebendigem Leib gefressen werden?
Herr Spagnolli (Anm. der Redaktion: Direktor des Südtiroler Landesamts für Jagd und Fischerei), schauen auch Sie sich das Video an, bevor Sie wieder in Ihrer wohligen Amtsstube behaupten, man könne mit Zäunen den Wölfen beikommen. Hören Sie endlich auf, Märchen zu erzählen, der Wolf sei mit Zaun, Herdenhunden und Schäfern unter Kontrolle zu bringen. In der kleinstrukturierten Südtiroler Landwirtschaft mit ihren Almen ist ein Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf nicht mehr möglich.
Es gibt daher nur ein Entweder-oder: entweder der Wolf oder unsere seit Jahrhunderten betriebene Bauernschaft mit beweideten Almen. Die Entscheidung ist klar: Der Wolf muss weg!
toni.ebner@athesia.it

 


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