Ein kreatives Zeichen zur Stärkung der Regionalität

„Wie regional ist dein Kühlregal?“ - Diese Frage stellten vergangene Woche rund 7.500 junge Menschen in ganz Tirol den Bewohnern ihrer Heimatorte auf ganz kreative Art und Weise.

09.08.2018

Es ist bereits Tradition, dass die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend die Sommerzeit dazu nutzt, um auf wichtige Anliegen des ländlichen Raumes aufmerksam zu machen. Heuer stand das Sommerprojekt unter dem Motto „Wie regional ist dein Kühlregal?". Ziel der Aktion ist es, Konsumenten für die Verwendung heimischer Produkte zu sensibilisieren. „Es ist uns ein großes Anliegen, den Mehrwert hochwertiger bäuerlicher Erzeugnisse in den Köpfen der Konsumenten zu verankern, deswegen sind solche Aktionen für die Bewusstseinsbildung sehr wichtig", so Landesleiterin Stephanie Hörfarter aus Kössen.
„Ich bin stolz auf unsere Ortsgruppen im ganzen Land, die sich wieder voller Engagement für die Aktion ins Zeug gelegt haben und somit einen wertvollen Beitrag zur bevorzugten Verwendung regionaler und saisonaler Produkte geleistet haben. Für uns war es wichtig, den Stellenwert der heimischen Landwirtschaft und damit einhergehend die direkten Zusammenhänge aufzuzeigen. Nur durch die Verwendung heimischer Produkte in unseren Küchen bleibt die Wertschöpfung in den Regionen. Somit schließen sich die Kreisläufe. Peripherere Regionen bleiben lebenswert, Arbeitsplätze vor Ort können erhalten werden und Menschen finden ihre Heimatorte weiterhin lebenswert und attraktiv", so Landesobmann Dominik Traxl aus Grist/Zammerberg zu den Hintergründen der Aktion.
Erfreut zeigte sich die Landesleitung der TJB/LJ auch über die Rückmeldungen. „Wir haben nicht nur Infomaterial, sondern auch regionale Erzeugnisse als kleines Dankeschön an die Menschen in unseren Heimatorten verteilt und die Rückmeldungen waren durchwegs positiv. Besonders unsere kreativen Kühlschränke regten viele zum Nachdenken und Diskutieren an. Genau das, was wir uns von der Aktion erwartet haben. Viele Menschen schilderten uns, dass sie bereits seit Jahren sehr bewusst einkaufen und darauf achten, woher ihre Lebensmittel kommen", so Traxl. Jedoch gebe es auch Hausaufgaben, die von Seiten der Landwirtschaft noch zu machen sind. „Einige Passanten wünschen sich in bestimmten Sparten noch mehr Produkte, beispielsweise dürfte das Angebot im Bereich Schweinefleisch und Huhn größer sein. Und besonders ältere alleinstehende Menschen und junge Singles tun sich manchmal schwer, ihr gewünschtes Produkt in der angemessenen Menge und Verpackung zu finden. Auch hier haben wir bestimmt noch Luft nach oben", so die zwei Leiter von Tirols größter Jugendorganisation mit über 18.000 Mitgliedern.
Insgesamt wurden im Rahmen der Aktion über 20.000 Infoflyer zum Thema Regionalität verteilt. Es beteiligten sich 7500 Jugendliche in 128 Orten. Zudem entschieden sich manche Ortsgruppen regionale Produkte an Passanten zu verteilen.

Foto: Die Ortsleiterin Anna Rudigier und Andreas Kofler von der JB/LJ Kappl, besichtigten gemeinsam mit den Landesobleuten der TJB/LJ Stephanie Hörfarter und Dominik Traxl die Umsetzung von ihrem Projekt zu „Wie regional ist dein Kühlregal?" der TJB/LJ.


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