12.07.2018

Ca. 900 Essen werden täglich in der Betriebsküche des Bezirkskrankenhauses in Schwaz für bis zu 270 Patienten, Kinder, Mitarbeiter und Schüler gekocht –dabei ist es den Verantwortungsträgern vor Ort sehr wichtig, dass regionale und frische Produkte zum Verzehr angeboten werden. „Es war uns von Anfang an wichtig, Erzeugnisse aus der Region zu verkochen und somit beste Speisen auf die Teller unserer Patienten zu zaubern. Wenn wir es im öffentlichen Bereich nicht schaffen, heimische Produkte zu verwenden, dann dürfen wir das nicht von Privatpersonen verlangen, deswegen ist es uns sehr wichtig hier ein deutliches Zeichen zu setzen", so Verbandsobmann Bgm. Franz Hauser aus Schwendau. Insgesamt vier Köche mit 15 Mitarbeitern sorgen sich dabei um das Wohlergehen der Menschen im Haus. „Auf unseren Tellern finden Sie vom Zillertaler Krapfen bis zum Gemüsestrudel alles was das Herz begehrt. Dabei beziehen wir alles was geht aus dem Bezirk. Wenn es im Bezirk etwas nicht geben sollte, dann schauen wir in anderen Bezirken und anderen österreichischen Bundesländern, ob es dort diese Lebensmittel gibt. Ich bin stolz auf unsere Küchenleitung, die sich diesem Mehraufwand stellt, um das Beste vom Besten kochen zu können", schildert Geschäftsführerin Mag. Margit Holzhammer die Essensphilosophie im Haus. „Wir werden heuer ein Klimabündnis-Krankenhaus und unsere Küchenleitung hat sich dazu entschieden beim „Karakter-Ernte-Projekt (www.karakter-ernte.at)" teilzunehmen – das heißt, dass wir in unserer Küche auch Gemüse und Obst verarbeiten, das nicht den genormten Maßen entspricht, aber dennoch sämtliche Qualitätsstandards erfüllt", erklärt Holzhammer. Die Schülerinnen und Schüler der Pflegeschule bekommen das Essen im Krankenhaus kostenfrei zur Verfügung gestellt: „Damit sich die jungen Menschen gesund ernähren können und nicht in der knappen Mittagspause auf eine Wurstsemmel zurückgreifen müssen", heißt es von Seiten der Krankenhausleitung.

LAbg. Kathrin Kaltenhauser und LHSTv. Josef Geisler waren im Krankenhaus zu Besuch, um die vorbildlichen Kooperationspartner der heimischen Landwirtschaft vor den Vorhang zu bitten: „Wir haben in Tirol ca. 100 öffentliche Großküchen in Krankenhäusern, Seniorenwohnheimen etc. und es freut mich sehr, dass ein Großteil dieser Küchen bereits beim Projekt „bewusst Tirol" der Agrarmarketing Tirol dabei ist. Diese Küchen greifen ganz bewusst zum regionalen Produkt und lassen sich dabei freiwillig überprüfen", schildert Geisler, der Obmann der Agrarmarketing Tirol ist, die Lage. „In diesen Küchen werden die eigentlichen Massen verkocht, wenn man bedenkt, dass allein die TILAK täglich 6000 Essen kocht, dann können Sie sich vorstellen, welchen Stellenwert es hat, dass hier heimische Produkte verwendet werden", so Geisler. „Lebensmittel und die Gesundheit des Menschen sind eng miteinander verbunden, deswegen bin ich froh, dass sich in unserm Land bereits sehr viel getan hat", erinnert sich Geisler an Landtagsanträge der vergangenen Jahrzehnte zurück. Er nimmt jedoch auch die heimische Landwirtschaft in die Pflicht: „Wir müssen es noch besser lernen, unsere Produkte so anzubieten, wie sie der Markt braucht. Eine Großküche wird mit einem ganzen Käselaib wenig anfangen können, hier ist es wichtig unsere Produkte so zu portionieren und verpacken, wie sie die Konsumenten brauchen. Ein wichtiges Projekt wird in Zukunft dabei die Käseschneide- und Verpackungsanlage in Schlitters sein."

Auch LAbg. Kathrin Kaltenhauser freute sich über die zahlreichen Kooperationsprojekte in ganz Tirol: „Was hier die AMT in den vergangenen Jahren aufgebaut hat, ist weit mehr als ein Lippenbekenntnis. Es handelt sich um partnerschaftlich gelebte Kooperationen." Weiters meinte die junge Abgeordnete aus dem Zillertal: „Wenn es um die Würde des Menschen geht, dann spielt das Essen einen besonderen Stellenwert und das spürt man in einem Haus wie dem BKH. Durch die Verwendung von Produkten aus der Region, können wir die Wertschöpfung auch in der Region behalten und somit Arbeitsplätze absichern. Nur so bleibt der ländliche Raum aktiv und lebenswert und wird vor Abwanderung bewahrt", schildert Kaltenhauser die weitreichenden Folgen gelebter Regionalität. Abschließend meint sie: „Wichtig ist, dass es bei der Verwendung heimischer Produkte in Großküchen niemals um Konfrontation und Zwang handelt, sondern im Gegenteil um eine gut begleitete Kooperation. Mein Dank gilt hier den Projektpartnern, jedoch auch der Agrarmarketing Tirol unter der Schirmherrschaft von Josef Geisler, die hier in den vergangenen Jahren sehr viel bewegt haben."

Foto: Voller Einsatz für die Regionalität (vlnr.): Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler, Heidi Klappacher (Mitarbeiterin in der Krankenhausküche), LAbg. Kathrin Kaltenhauser, Stellvertretender Küchenchef Andreas Walch, GF Mag. Margit Holzhammer, Verbandsobmann Bgm. Franz Hauser


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