Waldbericht 2018: „Zeugnis für Tiroler Wald“

Der Waldbericht informiert alljährlich über die forstlichen Fördermittel und für welche Projekte und Maßnahmen sie im Vorjahr angewandt wurden. VP-Land- und Forstwirtschaftssprecher LAbg. Josef Edenhauser äußerte sich gegenüber der Bauernzeitung zum Waldbericht 2018.

28.06.2018

Herr Edenhauser, welche Investitionssummen flossen 2017 in den Waldraum?
EDENHAUSER: Im vergangenen Jahr sind in Tirols Wälder 12,5 Millionen Euro investiert worden, mit sieben Millionen Euro wurden sie von der EU (48 Prozent), dem Bund (30 Prozent) und dem Land (22 Prozent) gefördert. Der Großteil der Ausgaben, nämlich 93 Prozent, wurden für den Schutzwald mit Schwerpunkt auf dessen Verjüngung, die Aufforstung von Mischbaumarten, die Durchforstung und den Wegebau und somit für den nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren und die wirksame Sicherung unseres Lebensraumes aufgewandt. Auch die Waldeigentümer haben mit 5,7 Millionen Euro an Eigenleistung großzügig in die Schutzwaldpflege und den Schutz des Lebensraumes investiert. Als Tourismusland fällt Tirol die Aufgabe zu, den Wald als Erholungs- und Tourismusraum zu erhalten. Daher wurden vier Millionen Euro an Förderung in solche Projekte investiert, davon stammten 1,6 Millionen Euro vom Land, der Tiroler Tourismusförderung und der EU.

Welche Investitionsschwerpunkte wurden in den verschiedenen Bezirken gesetzt?
EDENHAUSER: In allen Tiroler Bezirken wurde ein Augenmerk auf die Waldverjüngung gelegt. Als zweithäufigstes Anliegen der Bezirke erkennt man bei Betrachtung des Waldberichtes 2018 die Investition in Forststraßen. Imst, Kufstein, Lienz, Reutte und Schwaz, also ein Großteil der Verwaltungsgebiete, legte Wert auf diese Maßnahme. Einige Bezirke achteten besonders auf finanzielle Mittel für die Pflege des Waldes, darunter Kitzbühel, Landeck und Lienz.

Welche Menge an Holz wurde im Vorjahr genutzt?
EDENHAUSER: Von der jährlich nachhaltig nutzbaren Holzmenge von 1,8 Millionen Kubikmetern (inklusive Astmaterial) konnten 66 Prozent genutzt werden. Das entspricht 1,19 Millionen Kubikmetern Holz.
Durch Windwurf, Schneebruch, Muren und insbesondere durch Käferbefall mussten die Waldeigentümer einen Verlust von 10,7 Millionen Euro verbuchen, 28 Prozent des Gesamtholzes, was 336.000 Kubikmetern entspricht, waren bedauerlicherweise Schadholz.

Wie stark spürte man die Auswirkungen der Waldverjüngung und den Einfluss des Schalenwildes?
EDENHAUSER: Die im Jagdgesetz geregelte Verjüngungsdynamik hat zur verstärkten Kommunikation zwischen Waldbesitzern, der Jägerschaft und dem Tiroler Forstdienst beigetragen. Diese Jagdjahresvorbesprechungen wirken erfahrungsgemäß maßgeblich zur lokalen Lösungsfindung im gemeinsamen Dialog mit.
Unter anderem haben diese geförderte Kommunikation sowie die jagdtechnisch günstige Witterung im Herbst zur höchsten Abschusserfüllung der letzten Jahre geführt.

Foto: LAbg. Josef Edenhauser ist ÖVP-Land- und Forstwirtschaftssprecher.


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