14.06.2018

Mit Beginn des Sommers und des Almauftriebs kehrt auch die Sorge der Südtiroler Bauern zurück. Grund dafür sind die Wölfe, die in der vergangenen Almsaison erhebliche Schäden durch Risse angerichtet haben. Um eine Wiederholung dieser tragischen Saison zu verhindern, hat der Südtiroler Landesrat Arnold Schuler laut der Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten" einen Gesetzesentwurf „zum Schutz von Berglandwirtschaft und Bevölkerung" vergangene Woche in die Landesregierung eingebracht. Im Groben behandelt der Entwurf die Möglichkeit, Großraubtiere wie Bären und Wölfe bei auftretenden Problemen trotz Herdenschutz zu entnehmen oder abzuschießen. Nötig dafür sind die Einhaltung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und ein Gutachten der obersten staatlichen Umweltbehörde. Bereits vergangene Woche wurde der Entwurf von der Südtiroler Landesregierung abgesegnet. „Über den Schutz der Berglandwirtschaft haben wir einen Spielraum gefunden, um das Problem zu lösen und rechtlich auch in Ordnung zu sein", erklärte Arnold Schuler in der Tageszeitung „Dolomiten". Einziges Hindernis ist Rom, dessen Zustimmung man für den Gesetzesvollzug braucht. Schuler zeigt sich gegenüber der „Dolomiten" zuversichtlich.

Tiroler Wolfssituation nicht diesselbe
LHStv. Josef Geisler äußerte sich bereits zum Plan der südlichen Nachbarn: „In Tirol ist es bereits möglich, ‚Problemwölfe' zu entnehmen. Ein Gesetz wie in Südtirol brauchen wir in Tirol nicht. Zum Schutz der Alm- und Weidewirtschaft werden wir aber auch noch weitere Maßnahmen setzen müssen." Eine Steuerungsgruppe zur Sammlung von Erfahrungswerten und zur selbstständigen Erprobung eigenständiger Herdenschutzmaßnahmen sei laut Josef Geisler nötig. „Wir wollen uns nicht von anderen sagen lassen, was wir zu tun haben, sondern einen ‚Tiroler Weg' für den Herdenschutz entwickeln", bestätigt Bauernbundobmann Geisler.

Wolfsmanagementplan bereits seit 2012 vorhanden
Laut dem österreichischen Wolfsmanagementplan sind Entnahmen und Abschüsse von Wölfen, die sich ohne ersichtlichen Grund aggressiv gegenüber Menschen verhalten oder mehrfach sachgerecht geschützte Nutz- und Haustiere reißen, möglich. „Wenn wir in die Situation kommen, werden wir von unseren rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen", versichert LHStv. Geisler. Schwierig sei, dass die Voraussetzung einer Entnahme vollständiger Herdenschutz ist. Gerade in alpinen Gebieten und in der Berglandwirtschaft gestalte sich die Umsetzung von Herdenschutz schwierig.


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