„Grüner Bericht“ 2017 mit positiver Tendenz

Vor kurzem wurde der Bericht zur Lage der Tiroler Land- und Forstwirtschaft 2017, der sogenannte „Grüne Bericht“, veröffentlicht. Im Berichtsjahr haben sich die Preise für Milch und Rinder verbessert, doch kündigen sich gerade im Milchbereich wieder schwierigere Zeiten an.

07.06.2018

Auf diese zusehends schwierigeren marktwirtschaftlichen Bedingungen im Milchbereich reagierten die Tiroler Sennereibetriebe vorausschauend mit gemeinsamen Investitionen in den Bereichen Käsezerlegung und –verpackung sowie nun auch in die spezialisierte Käsereifung und -lagerung. Damit gewinnen die einzelnen Sennereibetriebe an Flexibilität und Professionalität und können ihre eigenen Spezialsortimente noch besser bearbeiten. Für die Milchviehbetriebe bewirken diese Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung eine entsprechende Absicherung der Wertschöpfung in der Milchproduktion", erklärt LHStv. Josef Geisler im Vorwort zum Bericht.
„Die Möglichkeit eines weiteren betrieblichen Standbeins für etliche landwirtschaftliche Betriebe bietet auch das neue Getreideaufbereitungszentrum der Saatbaugenossenschaft in Flaurling, wo regional angebautes Getreide mit modernster Technik gereinigt, sortiert und gelagert wird. Dabei werden unter anderen auch alte Landsorten aus der Genbank des Landes Tirol angebaut, welche als Rohstoffe für erlesene Tiroler Brot- und Biererzeugnisse gefragt sind.
Diese und zahlreiche andere Vorhaben konnten im Rahmen des ländlichen Entwicklungsprogramms 2014-2020 maßgeblich unterstützt werden.

Schlagkräftige Tierzuchtorganisation
Der Zusammenschluss von Organisationen im Bereich der Rinderzucht, Vermarktung, Besamung und Leistungskontrolle zu einer schlagkräftigen Tierzuchtorganisation in Tirol konnte verwirklicht werden und ermöglicht zukünftig für die 6.500 Mitglieder ein zeitgemäßes und erfolgreiches Dienstleistungsservice, um den Anforderungen am Markt gerecht zu werden", so Geisler.
Der Wert der Erzeugung der landwirtschaftlichen Güter in Tirol steigerte sich nach ersten vorläufigen Berechnungen der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 9,3% auf 322,4 Mio. Euro. Deutliche Zunahmen waren beim Produktionswert der Milch von +23,7% und auch bei den Rindern von +3,7% zu verzeichnen.
Im pflanzlichen Produktionsbereich war der Produktionswert mit 79,2 Mio. Euro etwas geringer als im Vorjahr. Endgültige statistische Zahlen zur Darstellung der Produktionsleistung 2017 liegen derzeit noch nicht vor. Im Jahr 2016 erreichte die Tiroler Landwirtschaft einen Produktionswert von 362 Mio. Euro. Dabei hatte die tierische Produktion einen Anteil von 57,9% bzw. 210 Mio. Euro. Die Preis-Kosten-Entwicklung war in Bundesschnitt von steigenden Einnahmen (+5,5%) und leicht steigenden Ausgaben (+1,8%) gekennzeichnet, womit sich die Öffnung der Preis-Kosten-Schere verringert hat.

Regionaloffensive der Agrarmarketing Tirol
Die Regionaloffensive für öffentliche Küchen durch die Agrarmarketing Tirol hat bewirkt, dass vermehrt regionale Lebensmittel in öffentlichen Küchen eingesetzt werden. Damit werden kurze Transportwege sowie Frische und Qualität der Produkte gewährleistet. Unter dem Gütesiegel „Qualität Tirol" konnten weitere Vorhaben in den Bereichen Milch, Käse und Fleisch vom Rind umgesetzt werden, die zu einer verbesserten Wertschöpfung der bäuerlichen Produzenten beitragen. Im Biobereich war eine Umsatzsteigerung von 13% gegenüber dem Vorjahr möglich. Dies ist unter anderem auch auf gezielte Werbeaktionen und einer damit verbundenen verstärkten Wahrnehmung zurückzuführen ist.

Holzpreise entwickelten sich rückläufig
In der Tiroler Forstwirtschaft lag im Jahr 2017 der Holzeinschlag aus dem Tiroler Wald mit insgesamt 1.190.120 Kubikmeter geringfügig über dem Einschlag des Vorjahres. Im Laufe des Jahres entwickelten sich die Holzpreise rückläufig, was unter anderem auch auf den vermehrten Käferholzanfall zurückzuführen war.
Bei der Berechnung der Einkommen der buchführenden Betriebe im Jahr 2016 zeigte sich nach dem negativen Jahr 2015 wieder eine positive Entwicklung. Die durchschnittlichen Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft je betrieblicher Arbeitskraft erreichten 14.489 Euro. Bei durchschnittlich 1,47 betrieblichen Arbeitskräften entspricht das jährlichen Einkünften von 20.047 Euro pro Betrieb. Die öffentlichen Gelder für die Tiroler Landwirtschaft machen im Durchschnitt der Buchführungsbetriebe 21,7% des Ertrages aus. Bei den extremsten Bergbauernbetrieben sind es 28,9% des Ertrages. Für die Darstellung der Einkommensdaten 2017 auf Basis von Buchführungsergebnissen stehen die Daten noch nicht zur Verfügung.
Grundsätzlich haben im Jahr 2017 die wieder gestiegenen Erzeugerpreise bei den wesentlichen Tiroler Grunderzeugnissen zu einer Verbesserung der betrieblichen Situation beigetragen, wobei die Anstiege teilweise nur an das frühere Preisniveau herangeführt haben. Zusätzlich bleibt die Unsicherheit der zunehmend kurzfristigen und oft heftigen Preisschwankungen, speziell bei der Bewältigung von mehrjährigen Investitionen.


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