31.05.2018

In Tirol wird unter den weltweit höchsten Standards, Auflagen und Kontrollen produziert. Dabei spielt gerade das Thema Tierwohl in der kleinstrukturierten Landwirtschaft eine wesentliche Rolle. Aber auch für unsere touristisch stark vermarktete Kulturlandschaft ist eine intakte Milchwirtschaft entscheidend.
Eine flächendeckende Landwirtschaft kann in Tirol nur über die Bewirtschaftung von Grünland gewährleistet werden. Daher ist die Milchwirtschaft mit den derzeit rund 64.000 Milchkühen ein unverzichtbarer Faktor für die Landwirtschaft sowie für den gesamten ländlichen Raum.
„Milchwirtschaft bedeutet nicht nur hervorragende, regionale Lebensmittel, sondern ist auch verantwortlich für unsere gepflegte Kulturlandschaft und stellt damit auch für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Außerdem ist sie ein wichtiger Wirtschaftsmotor in den ländlichen Regionen", erklärt LHStv. Josef Geisler im Rahmen des Weltmilchtages am 1. Juni.
Hundert Prozent der Tiroler Milch werden ohne Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen hergestellt (GVO-frei). Fast die Hälfte der Tiroler Milch (46,34 Prozent) ist Heumilch und ein knappes Fünftel der Tiroler Milch wird nach Kriterien der biologischen Landwirtschaft erzeugt. 13,90 Prozent der Tiroler Milch ist Almmilch. In keinem anderen Land ist der Anteil der auf den Almen gemolkenen Milch annähernd so hoch.
„Das muss den Menschen in unserem Land bewusst sein und wir haben gerade in der Außer-Haus-Verpflegung bei der Verwendung heimischer Produkte noch Luft nach oben", so Geisler.

Höhere Standards bei gleichbleibenden Preisen
„Wir sind daran gewöhnt, eine große Auswahl heimische Milch und Milchprodukte im Kühlregal jedes Supermarktes zu finden. Dass regionale Produkte preislich dabei mit Ware aus der Agrarindustrie konkurrieren müssen, ist ein großes Problem für die heimische Milchwirtschaft. Hinzu kommt, dass zugleich aber die Produktionsstandards ständig weiter nach oben geschraubt werden, was höhere Kosten verursacht, sich im Milchpreis der Bauern aber nicht ausreichend niederschlägt", zeigt sich LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger durchaus kritisch gegenüber der aktuellen Situation am Milchmarkt.
Dabei sei derzeit nicht so sehr der Milchpreis an sich das Problem, sondern vielmehr die verschiedenen Maßnahmen rund um das Trendthema Tierwohl: „Hier gibt es die verschiedensten Marketingideen, die aber alle an der Realität vorbeigehen. Laufstall mit Auslauf in einem Großbetrieb heißt nicht automatisch grüne Wiese, das muss den Konsumenten klar sein!"
Man müsse in diesem Zusammenhang sehr gut darauf achten, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschütte, so Hechenberger: „Denn bei den Ansprüchen, die derzeit gestellt werden, erfüllt zwar der ausländische Massenbetrieb sämtliche Auflagen der Tierwohldebatte, die Tiroler Kuh, die ihren Sommer auf saftigsten Almwiesen verbringt und quasi von klein auf zur Familie gehört, bald schon nicht mehr", warnt der Kammerpräsident.

Foto: Im Zuge des Weltmilchtags am 1. Juni informieren die Bauernvertreter über den wertvollen Rohstoff. (v.l.: LK-Präsident Josef Hechenberger, ÖR Resi Schiffmann, LHStv. Josef Geisler)


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