26.04.2018

Sie sind abermals einstimmig zum Obmann des Agrarklubs gewählt worden, was genau passiert dort?
KUENZ: Die Arbeitsgruppe der bäuerlichen Abgeordneten, auch Agrarklub genannt, dient dazu, unsere Arbeit im Landtag, Nationalrat und Bundesrat gut zu koordinieren. Jeder unserer Abgeordneten hat Sprecherfunktionen innerhalb der Volkspartei übernommen und im Klub versuchen wir gemeinsam mit Fachexperten brennende Themen fachlich fundiert aufzuarbeiten und dann gut koordiniert in die Gremien hineinzutragen. Als Obmann dieser ARGE ist es dabei meine Aufgabe, die Fäden in der Hand zu halten und somit gemeinsam mit Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler unsere Mannschaft bestmöglich in ihrer politischen Arbeit zu unterstützen.

Welche Themenbereiche decken die Bauernbund-Abgeordneten im Landtag ab?
KUENZ: Vorweg ist mir wichtig festzuhalten, dass in der ARGE Themen, die weit über die kernbäuerlichen Anliegen hinausgehen, behandelt werden. In unseren Reihen sind beispielsweise die Sprecher für Gemeinden, den ländlichen Raum, Finanzen, Sport, Raumordnung, Föderalismus, Demokratie, Ehrenamt und selbstverständlich auch Land- und Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei. Wir sehen uns deswegen im Agrarklub als Verantwortungsträger für Menschen im gesamten ländlichen Raum.

Was sind brennende Themen, die unsere heimischen Bauernfamilien derzeit betreffen?
KUENZ: Gott sei Dank besteht im beschlossenen Bundesbudget und beim Blick in unser Tiroler Regierungsprogramm kein Zweifel daran, dass die derzeit bestehenden notwendigen Direktzahlungen für unsere Bauernfamilien weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Aber wir arbeiten im Agrarklub seit Jahren daran, darüber hinaus neue Ansätze zu kreieren. Es darf nicht passieren, dass unsere Bauern irgendwann nur noch als reine Landschaftspfleger gesehen werden.

Was sind dabei Ihres Erachtens konkrete Handlungsmaßnahmen?
KUENZ: Die gesetzlichen Standards sind in manchen Bereichen besonders fordernd, für viele Bauern bringt das einen großen Investitionsbedarf mit sich, damit sie mitproduzieren könnnen. Ich erhoffe mir daraus einen Marktvorteil für unsere Betriebe. Das heißt konkret, das zu erzeugen, was der Tiroler Markt will, und das nachhaltig zu tun. Dabei wird es immer wichtiger, dass wir unser Produktangebot verbreitern und das in der Qualität, wie es Gastronomie und Konsumenten fordern – diese Forderungen finde ich übrigens vollkommen gerechtfertigt. Wir müssen uns mehr mit der Verarbeitungs- und der Vermarktungsstufe beschäftigen, damit wir mit den großen Playern am Markt mithalten können.

Können Sie unseren Lesern noch Themen aus dem Klub verraten?
KUENZ: Wir haben es geschafft, sehr viele brisante Anliegen gut im Regierungsprogramm zu verankern. Dazu zählen für uns auch Problemfelder wie die Almwirtschaft – auch unter dem Aspekt der Rückkehr von Beutegreifern in unseren Regionen, da bin ich der Überzeugung, dass Wolf und Bär in unserem Land dauerhaft keinen Platz haben. Jedoch auch der steigende Nutzungskonflikt auf Grund und Boden unter besonderer Berücksichtigung der Hundekotproblematik ist ein Thema. Darunter leiden sehr viele Bauern und wir werden sicherlich auch den Vollzug des Feldschutzgesetzes in enger Kooperation mit Bürgermeistern in Zukunft verschärfen müssen.

Der Druck auf Grund und Boden steigt auch mit der Freizeitnutzung?
Kuenz: Ich werde nicht müde werden, der Gesellschaft zu vermitteln, dass jeder Naturliebhaber unser Grundeigentum als frei begehbare Freizeitarena nutzt. Selbstverständlich stehen Wald und Alm weiterhin der gesamten Bevölkerung zur Verfügung, aber es braucht mehr gegenseitige Rücksicht.

Danke für das Gespräch!

Foto: Die Bauernbund-Abgeordneten, die dem Agrarklub angehören. Obmann ist LAbg. ÖR DI Hermann Kuenz.


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