12.04.2018

Experten sagten der kleinstrukturierten Landwirtschaft Landecks bereits vor 20 Jahren das Ende voraus, wie Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler bei der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung der Modellregion Landeck am Mittwoch vergangener Woche im Tannenhof in Ischgl, der selbst mit regionalen Produkten arbeitet, erzählte. Die kleinen Bauern haben sich jedoch tapfer gehalten. Nun erhalten sie sogar Unterstützung bei der Vermarktung ihrer regionalen Produkte an Tourismusbetriebe.
Die von Bauernbundobmannstellvertreter Elmar Monz ins Leben gerufene, von Agrarmarketing Tirol weitergeführte und über den Landeskulturfonds finanzierte Initiative „Modellregion Landeck“ soll als Bindeglied zwischen der Landwirtschaft und dem Tourismus dienen. Der Landecker Bezirksobmann Monz erklärte seinen Bezirk zum extremsten Bergbauernbezirk Österreichs, dennoch gehe der Strukturwandel langsamer als in weniger extremen Gebieten. „95 Prozent unserer bäuerlichen Betriebe werden im Nebenerwerb geführt. Das zeigt, dass die Landwirtschaft und die Viehhaltung den Bauern trotz Doppelbelastung viel bedeuten,“ schloss er daraus.

Auch Projektleiter regional
„Bei so breiter Unterstützung ist der Erfolg des Projekts eigentlich vorprogrammiert“, zeigte sich Josef Geisler zuversichtlich. Da es aber keine leichte Aufgabe ist, bäuerliche Produzenten, Verarbeitungsbetriebe, Logistik und Abnehmer zu koordinieren, wurde der einheimische Bernhard Pircher aus See als Projektleiter ausgewählt.
„Es braucht einfach jemanden, der die Sache vor Ort in die Hand nimmt, informiert, organisiert und vorantreibt“, erklärte Geisler. Der lebensmittelerfahrene gelernte Molker- und Käsermeister ist daher eine sehr gute Wahl. In den nächsten fünf Jahren wird er sich um die flächendeckende Bewirtschaftung von Alm und Tal durch die Bauern und um die Positionierung der heimischen Produkte kümmern.

Klein, aber oho!
Letzteres sei laut dem Projektleiter trotz internationaler Konkurrenz kein Problem: „Gerade in diesen Zeiten der Globalisierung steigt der Anspruch der Konsumenten und der Urlaubsgäste. Sie wollen regionale Produkte, und diese werden von den kleinstrukturierten Betrieben mit viel Glaubwürdigkeit und Authentizität geliefert.“ Den ersten Schwerpunkt wird Bernhard Pircher im Milchbereich setzen, da es im Bezirk Landeck mit vier Dorfsennereien bereits eine stabile Basis gebe. 27 Sennalmen böten außerdem Produkte mit Qualität und Geschichte. Viel Potential sieht der Lebensmittelexperte zudem in der Fleischproduktion.
„Es geht darum, Vermarktungswege und -lücken zu finden und zu füllen. Wir müssen uns die Fragen stellen, welche Produkte es bereits gibt, welche es braucht und was wir den Konsumenten überhaupt bieten können.“

Potenzial auf allen Ebenen
Die Verwendung heimischer Lebensmittel in Tourismusbetrieben ist das Hauptziel der Initiative. Josef Geisler sieht großes Absatzpotenzial für die regionalen Produkte: „Diese Chance wollen wir mit dem Projekt ‚Modellregion Landeck‘ nutzen und durch die Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft eine nachhaltige Stärkung für den regionalen Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt erreichen.“
Auch der Obmann der Wirtschaftskammer Landeck, Toni Prantauer, sieht Potenzial in der Modellregion, denn „Gäste verlangen immer mehr heimische Produkte“, außerdem sei Regionalität bei Lebensmitteln gerade „der Trend“. Daher unterstützt die WK Landeck gerne das Vorhaben, ebenso wie die Arbeiterkammer Tirol.
Der Leiter der AK-Bezirksstelle Landeck, Peter Comina, sieht die Initiative als Stärkung der regionalen Struktur und als Möglichkeit, die Abwanderung der jungen Bevölkerung zu vermeiden.

Foto: Projektleiter Bernhard Pircher, Landecker Bezirksbauernobmann Elmar Monz, Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler, Leiter der AK Landeck, Peter Comina, und WK-Obmann Toni Prantauer (v. li. n. re.) sehen in der Modellregion Landeck die Zukunft für die kleinstrukturierten bäuerlichen Betriebe des Bezirks.


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