Hochwasserschutz Unteres Unterinntal: Für die Sicherheit der Bevölkerung

Als „Leistung für die gesamte Tiroler Bevölkerung“ bezeichnet Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler den Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal. Dessen angepasste Planung mit Input der betroffenen Grundeigentümer und der Gemeinden liegt nun vor.

12.04.2018

Das vorliegende Projekt ist die Basis für die Einreichdetailplanung und die Umsetzung des Hochwasserschutzes im Unteren Unterinntal durch den noch zu gründenden Wasserverband. „Was immer möglich war, hat man bei der Linienführung in den Retentionsräumen berücksichtigt. Bis auf wenige technisch nicht machbare Ausnahmen wurden alle Anregungen aufgenommen“, sieht Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler mit der angepassten Planung für den Hochwasserschutz zwischen Brixlegg und Angath das Machbare erreicht. Die Inanspruchnahme von landwirtschaftlichem Grund und Boden für Bauwerke wurde weiter reduziert, die Bewirtschaftbarkeit der Flächen wurde verbessert und künftige Entwicklungsmöglichkeiten berücksichtigt. Auch Ersatz- und Tauschflächen stehen in der Region im notwendigen Ausmaß zur Verfügung.

Rücksicht auf Bauern
Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen der agrarischen Grundlagenerhebung rund 150 Einzelgespräche mit Grundeigentümern in den drei Retentionsräumen geführt. Außerdem ist klar, dass im Zuge des Hochwasserschutzes eine Neuordnung der landwirtschaftlichen Flächen erfolgen muss. „Die Landwirtschaftskammer hat sich in den verschiedenen Planungsphasen dieses Großprojektes immer wieder für die Interessen der Grundbesitzer stark gemacht. Die zuständigen Experten haben gut gearbeitet und sind in der nun vorliegenden Planung bereits auf viele Wünsche und Anliegen der Betroffenen eingegangen. Auch auf die Erfordernisse der Landwirtschaft wurde Rücksicht genommen, was sich beispielsweise in reduziertem Flächenverbrauch und geringeren Böschungsneigungen zur besseren Bewirtschaftbarkeit, widerspiegelt“, bestätigt der Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, Josef Hechenberger, „in einigen Punkten muss aber noch nachgeschärft werden.“
Naturgemäß habe die Landwirtschaft nach wie vor keine große Freude mit diesem Projekt, denn zur Umsetzung werden wertwertvolle landwirtschaftliche Böden benötigt. „Die Grundbesitzer und Landwirte leisten mit der Zurverfügungstellung dieser Retentionsflächen einen wertvollen Dienst an der Allgemeinheit. Sie haben bisher konstruktiv mitgearbeitet und dürfen keineswegs als Verhinderer, geschweige denn als Profiteure des Hochwasserschutzes bezeichnet werden“, so Josef Hechenberger. Das zugrunde liegende Entschädigungsmodell für die Einräumung der Dienstbarkeit ist höchstgerichtlich bestätigt. Dass die entstandenen Schäden im Falle eines Hochwassers zu 100 Prozent abgegolten werden, verstehe sich von selbst, wie LHStv. Josef Geisler betont: „Es geht hier um beste landwirtschaftliche Gründe, aber auch um die Sicherheit der Bevölkerung.“
„Wir konnten rund 90 Prozent der Anregungen und Wünsche aus der agrarischen Grundlagenerhebung und aus den Rückmeldungen der Gemeinden zur Gänze oder teilweise erfüllen und dabei das Retentionsvolumen von 8,5 Millionen Kubikmeter Wasser aufrechterhalten“, präsentiert Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft, die angepasste Planung. Möglich sei das auch deshalb, da aufgrund von Gesprächen mit der Staubeckenkommission, einem Gremium zur fachlichen Begutachtung von Stauanlagen und Talsperren, die Dammhöhen etwas reduziert werden konnten.

Gemeinden am Zug
Jetzt, so LHStv. Josef Geisler, liege es an den Gemeinden, ihre Verantwortung wahrzunehmen: „Das Land hat alle erdenklichen Vorleistungen erbracht. Die Detailplanung und die Umsetzung können ab sofort starten, wenn die Gemeinden mitmachen.“ Fünf Gemeinden (Brixlegg, Kramsach, Rattenberg, Breitenbach, Wörgl) haben den Planungen sowie dem Beitritt zum Wasserverband bereits im vergangenen Jahr zugestimmt. In Radfeld und Kundl stehen die Beschlüsse noch aus. Angath hat sich – obwohl es keinen finanziellen Beitrag zum Hochwasserschutz am Inn leisten müsste – im Gemeinderat vorerst gegen das Projekt ausgesprochen.
„Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung, den Schutz von 2.200 Gebäuden, ein Schadenspotenzial von 360 Millionen Euro und die künftige Entwicklung der Region. Jeder, der sich jetzt noch gegen eine Verbandsgründung und die Detailplanung ausspricht, verfolgt eine unverständliche Verzögerungstaktik. Wir sind aber nicht auf dem Bazar oder im Wunschkonzert“, wird LHStv. Josef Geisler deutlich.
Forderungen wie etwa die Aufhebung des sektoralen Fahrverbots durch Kundl hätten mit dem Hochwasserschutz rein gar nichts zu tun. Die berechtigten Fragen nach der Hochwassersicherheit der Brücken seien in der Planung entsprechend berücksichtigt. Über den Landesbeitrag für das Projekt leisten alle TirolerInnen einen Solidarbeitrag zum Hochwasserschutz.
Mehr Information zum Projekt finden Sie unter:
www.hochwasserschutz-unterinntal.at

Markus Federspiel, LHStv. Josef Geisler und Josef Hechenberger (v. links) stellten das Projekt für den Hochwasserschutz im Unteren Unterinntal vor. Für das Detailprojekt und die Umsetzung braucht es einen Wasserverband.


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