27.02.2018

Erstmals in der Geschichte hat der Tiroler Bauernbund westlich von Schwaz keinen ausschließlich vom Bauernbund nominierten Vertreter im Landtag bzw. Nationalrat. Dieser „Kahlschlag“ resultiert daraus, dass im Bezirk Innsbruck-Land der bäuerliche Spitzenkandidat Thomas Schweigl nicht die Zustimmung erhalten hat, die er gebraucht hätte, um in den Landtag einzuziehen. Er konnte im größten Bauernbezirk mit 3414 Bauernbundmitgliedern, 4678 Mitgliedern der TJB/LJ und 173 Forum-Land- Mitgliedern lediglich 2204 Vorzugsstimmen sammeln und verpasste somit die Hürde für das Vorrücken um knappe 90 Stimmen.

Im Bezirk Imst kandidierte die erst 23-Jährige Amanda Raich und erreichte durch tatkräftiger Unterstützung aus der Jungbauernschaft/Landjugend und der Bauernschaft einen beachtlichen Erfolg von 1704 Vorzugsstimmen. Ihr fehlten daher nicht einmal 200 Vorzugsstimmen auf den zweiten Platz im Bezirk, der mit einem allfälligen Einzug von Spitzenkandidaten Jakob Wolf (5737 Vorzugsstimmen) in die Landesregierung früher oder später ein Nachrücken in den Landtag bedeutet hätte. Der absolute VP-Vorzugsstimmenkaiser dieser Wahl ist Anton Mattle, der im Bezirk Landeck vom Bauernbund stark unterstützt wurde. Mattle erhielt sagenhafte 8012 Vorzugsstimmen.

Im Bezirk Schwaz kandidierten die zwei starken Bauernbund-Kandidaten Josef Geisler und Kathrin Kaltenhauser auf den ersten beiden Listenplätzen und verzichteten mit dieser für den Bauernbund ungewöhnlichen Aufstellung bereits von vornherein auf jegliche Vorzugsstimmenkaiser-Ansprüche. Grund für diese Strategiewahl war die Absicherung von Hermann Kuenz auf der Landesliste. Auch wenn es nach einem Wahlerfolg mit blauem Auge aussieht, ist die Strategie aufgegangen. Kaltenhauser (1827 VZS) und Geisler (2140 VZS) ziehen nun über den Bezirk in den Landtag und die Landesregierung ein und Hermann Kuenz kann somit mit dem siebten Listenplatz auf der Landesliste im Landtag bleiben. Kuenz erreichte übrigens mit 2498 Stimmen auf der Landesliste hinter Günther Platter (3605) die landesweit meisten Vorzugsstimmen. Beachtlich ist dabei auch, dass Josef Geisler auf der Landesliste, ohne Vorzugsstimmenwahlkampf, den vierten Platz mit 1171 Stimmen erreichte. Damit bleiben dem Tiroler Bauernbund drei starke Kämpfer erhalten.

Im Tiroler Unterland baute Josef Edenhauser sein Vorzugsstimmenergebnis von 2013 auf 2842 Stimmen aus und rückt in den Landtag nach, wenn Beate Palfrader in der Landesregierung bleibt. Martin Mayerl (4589 VZS) und Alois Margreiter (4694) verteidigten als Bezirksparteiobmänner souverän ihre Spitzenplätze und ziehen als erfahrene Bauernbund-Abgeordnete abermals in den Landtag ein.

Vorzugsstimmenergebnisse der Bauernbundkandidaten

Auch bei der Landtagswahl 2018 setzte der Tiroler Bauernbund stark auf die Mobilisierung von Vorzugsstimmen, um seine Kandidaten durchzubringen oder zu stärken. Das ist in den einzelnen Bezirken unterschiedlich gelungen.

Innsbruck-Stadt
Der Bezirk Innsbruck-Stadt gehört nicht gerade zum Hauptkampfgebiet des Bauernbundes. Dennoch erreichten die bäuerlichen Kandidaten Benedikt Heis und Franz Wopfner mit 180 bzw. 99 Vorzugsstimmen einen Achtungserfolg in der Landeshauptstadt.

Bezirk Imst
In Imst zog der Bauernbund mit einer jungen und  weithin unbekannten Kandidatin in die Wahl. Mit einem ambitionierten Wahlkampf und großer Unterstützung vor allem durch die Jungbauernschaft/Landjugend erreichte deren Bezirksgeschäftsführerin Amanda Raich aus Jerzens auf Anhieb 1.704 Vorzugsstimmen. Damit übersprang sie zwar die für eine Vorrückung notwendige Hürde, aber der Imster Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Stefan Weirather erreichte 1.881 Stimmen, Platzhirsch war mit 5.737 Stimmen der ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf.

Innsbruck-Land
Wäre das Erreichen des Landtagsmandates in Imst eine schöne Überraschung gewesen, so ist das Scheitern im Bezirk Innsbruck-Land eine riesige Enttäuschung.Bisher war der größte Bezirk immer mit einem, wenn nicht sogar zwei bäuerlichen Vertretern im Landtag vertreten gewesen. Mit rund 3.500 Bauernbundmitgliedern und fast 4.700 Mitgliedern der Jungbauernschaft Landjugend hätte für Bezirksbauernobmann Thomas Schweigl eine Vorrückung vom Platz 5 möglich sein sollen. Leider fehlte die bäuerliche Geschlossenheit. So wurde zwar mit 2.204 Vorzugsstimmen das drittbeste Ergebnis  hinter Landesrat Johannes Tratter (4.305 Vorzugsstimmen) und LAbg. Florian Riedl (2.880) erreicht, allerdings wurde die für eine Vorrückung nötige Hürde äußerst knapp um rund 90  Stimmen verpasst.

Bezirk Kitzbühel
Im Bezirk Kitzbühel konnten sowohl Landesrätin Beate Palfrader als auch Bezirksbauernobmann LAbg. Josef Edenhauser ihre beachtlichen Vorzugsstimmenergebnisse weiter ausbauen. Palfrader erhielt 4.775 Vorzugsstimmen, Josef Edenhauser verbesserte sich auf 2.842 Vorzugsstimmen. Sollte Beate Palfrader, was zu erwarten ist, wieder in die Regierung kommen, übernimmt Edenhauser das Mandat für den Bezirk Kitzbühel.

Bezirk Kufstein
Im Bezirk Kufstein setzte sich souverän LAbg. Alois Margreiter durch. Mit 4.694 Vorzugsstimmen erreichte er mehr als seine dreischärfsten Verfolger LAbg. Barbara Schwaighofer (1.624), Sebastian Kolland (1.476) und LAbg. Bettina Ellinger (1.395) zusammen.

Bezirk Landeck
Im Bezirk Landeck ist der absolute Vorzugsstimmenhagmoar daheim. Landtagsvizepräsident Anton Mattle, gemeinsamer Kandidat von Wirtschaftsbund und Bauernbund, erreichte 8.012 Vorzugsstimmen und damit landesweit das beste Ergebnis, das angesichts der geringen Größe des Bezirkes noch mehr Respekt verdient.

Bezirk Lienz
Im Bezirk Lienz wurde eindrucksvoll Bezirksbauernobmann LAbg. Martin Mayerl mit 4.589 Vorzugsstimmen bestätigt.

Bezirk Reutte
Im Bezirk Reutte gab es keinen eigenen bäuerlichen Kandidaten. Der Außerferner Bauernbund unterstützte Sonja Ledl-Rossmann, die 3.516 Vorzugsstimmen auf sich vereinen konnte.

Bezirk Schwaz
Schwierig war die Ausgangslage im Bezirk Schwaz., wo mit LH-Stv. Josef Geisler und LAbg. Kathrin Kaltenhauser zwei bäuerliche Kandidaten an der Spitze der Bezirksliste standen. Josef Geisler, der auf einen Vorzugsstimmenwahlkampf aus strategischen Überlegungen weitgehend verzichtete, erreichte trotzdem 2.140 Vorzugsstimmen. Kathrin Kaltenhauser erzielte 1.827 Vorzugsstimmen. Die Bauernbündler wurden zwar vom Fügener Bürgermeister Dominik Mainusch  mit 5.293 Vorzugsstimmen überholt, aber durch das  Erreichen des zweiten Grundmandates bleibt Kathrin Kaltenhauser im Landtag, weil der Verbleib von Josef Geisler in der Landesregierung von vornherein außer Streit stand.

Landesliste
Bemerkenswert ist das Vorzugsstimmenergebnis auf der Landesliste. Landeshauptmann Günther Platter, auf den der ganze Wahlkampf zugeschnitten war, erreichte 3.605 Vorzugsstimmen. Ihm folgt mit dem sensationellen Ergebnis von 2.498 Stimmen der Agrarklubobmann LAbg. Hermann Kuenz, dessen engagierter Einsatz der letzten Jahre auf diese Weise honoriert wurde. In dem Bezirken Lienz und Kitzbühel lag Kuenz bei den Vorzugsstimmen weit vor dem Landeshauptmann, in Innsbruck-Land und Kufstein nahezu gleichauf. Die meisten Landesvorzugsstimmen in einem Bezirk holte übrigens Josef Geisler in Schwaz: 1.009 Vorzugtsstimmen im Heimatbezirk wurden von niemand anderem erreicht.


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