01.02.2018

Josef Edenhauser, Du bist seit 2013 im Tiroler Landtag vertreten. Wie sieht Deine persönliche Bilanz aus?
EDENHAUSER: Zu Beginn war die Funktion des Landtagsabgeordneten für mich natürlich Neuland. Man muss sich Netzwerke aufbauen und und versuchen, die Anliegen der Bevölkerung auf dem besten Weg einzubringen. Hier habe ich von meiner langjärigen Erfahrung als Gemeindepolitiker profitiert. Ich kannte als Kommunalpoloitker bereits die Themen, die den ländlichen Raum betreffen, konnte somit an der gleichen Materie weiterarbeiten, nur eben diesmal auf Landesebene.

Was konntest Du in diesen fünf Jahren als Bereichssprecher für Land- und Forstwirtschaft erreichen?
EDENHAUSER: Die Umsetzung der Jagdnovelle war sicher einer der Kernpunkte meiner Arbeit. Wenn man selber ein Gesetz mitgestalten und umsetzen kann, ist das schon etwas Besonderes. Wir hatten in dieser Sache eine schwierige Ausgangssituation, weil die Positionen sehr verhärtet waren. Die Verhandlungen sind dennoch gut gelungen. Wild und Wald sorgten schon immer für Diskussionen. Unsere Waldbesitzer bemühen sich um eine Verjüngungsdynamik, die das Gleichgewicht in unseren Wäldern herstellen soll. Nur so kann der Schutzwald, der in Tirol dringend notwendig ist, erhalten werden. Ein erhöhter Wildbestand würde diese Bemühungen zunichte machen. Durch gute Kontakte mit dem Jägerverband konnte ein Konsens gefunden werden. Auch die neue Waldordung wurde umgesetzt. Hauptsächlich ging es darum, das derzeitige System mit den Waldaufsehern abzusichern und die nachhaltige Bewirtschaftung der Tiroler Wälder aufrecht zu erhalten.

Was konntest Du konkret in deinem Bezirk umsetzen?
EDENHAUSER: Mein Heimatbezirk ist stark vom Toruismus geprägt. Hier herrscht im Zusammenhang mit Naturraumnutzung großes Konfliktpotenzial. In den letzten Jahren durfte ich bei mehreren Projekten mithelfen, die zu einem friedlichen Miteinander von Tourismus und Landwirtschaft beitragen. Ein Beispiel ist da der Woipertouringer im Brixental oder auch das Freeride Projekt in Kitzbühel. Es geht darum, die Natur und die Rechte der Grundeigentümer zu schützen, gleichzeitig das Freeriden dennoch zu ermöglichen. Das hat viel Zeit gekostet, da viel Überzeugungsarbeit geleistet werden musste. Aber nur so kann es funktionieren, Überzeugungsarbeit zu leisten ist da viel wichtiger, als Verbote zu erlassen. Das ist natürlich der längere Weg, aber auf Dauer sicher effektiver.

Wo siehst Du die Herausforderungen der nächsten Periode?
EDENHAUSER: Ich setze meinen Schwerpunkt in der Stärkung des ländlichen Raumes. Beim Ausbau von Wegenetz und Breitbandinternet gehören Ungleichheiten zwischen städtischen und ländlichen Gebieten beseitigt. Im Bezirk ist der Tourismus nach wie vor ein umfassendes Thema. Hier gibt es große Chancen für die Landwirtschaft, die man noch besser nutzen kann. Die Almwirtschaft benötigt weiterhin unsere Unterstützung und muss im Förderungsbereich einen hohen Stellenwert haben.

Wie schätzt Du die Lage für die Landwirtschaft im Bezirk Kitzbühel ein?
EDENHAUSER: Unsere bäuerlichen Familienbetriebe in unserem Bezirk sind durch Erwerbskombinationen gut aufgestellt. Grundlage für den Erhalt unserer Höfe ist die gute Ausbildung der Jugend. Mit der LLA Weitau haben wir einen ausgezeichneten Bildungsstandort. Der Bau der HBLFA in Rotholz ist für mich ebenfalls sehr erfreulich.
Besonders unterstütze ich die Vielfalt im Bereich der Landwirtschaft. Hier wünsche ich mir, dass junge Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer ihre Fähigkeiten erkennen und auf ihren Betrieben umsetzen. Egal ob im Bereich Tourismus, Direktvermarktung oder Maschinenring – die Ausgangslage ist auf jeden Fall gut, wir müssen unsere Chancen nur nutzen!

Vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person

Josef Edenhauser wurde am 29. August 1962 geboren und ist mit zwei Geschwistern am Ruedlerhof in Oberndorf aufgewachsen. Nach der Volks- und Hauptschule besuchte er die LLA Weitau, die er mit dem landwirtschaftlichen Facharbeiter abschloss. Wenig später absolvierte er außerdem die Landwirtschaftsmeisterausbildung.

Bauer und Politiker
Zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn Hannes bewirtschaftet er den Ruedlerhof, einen Fleckviehzuchtbetrieb mit 30 Milchkühen mit Nachzucht. Zum Betrieb gehört die Hackeralm in Kirchdorf. Neben der Landwirtschaft steckt er sein ganzes Herzblut in die Politik. Mit 16 Jahren trat er der TJB/LJ bei und übernahm dabei erstmals eine politische Funktion. Mit 24 Jahren wurde er in den Gemeinderat gewählt, 24 Jahre lang war er als Kommunalpolitiker tätig, davon sechs Jahre lang als Vizebürgermeister von Oberndorf. Als Gründungsobmann vom Maschinenring Kitzbühel hat er einen wesentlichen Teil zum Gelingen dieser Orgranisation beigetragen. Edenhauser ist aktives Mitglied der Musikkapelle Oberndorf und verbringt seine Freizeit gerne in der Natur.  

Meine politischen Ziele

1. Enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft,   Tourismus, Wirtschaft und Gemeinden
2. Planungssicherheit für die heimische Land- und Almwirtschaft
3. Chancengleichheit für den ländlichen Raum durch Ausbau der Infrastruktur
4. Hochwertige Bildungsangebote und Arbeitsplätze für junge Menschen am Land
5. Verantwortungsvoller Umgang mit Eigentum, Grund und Boden und vorhandenen Ressourcen
6. Faire Rahmenbedingungen für das Ehrenamt
7. Flächendeckene ärztliche Versorgung auch in ländlichen Regionen

Darum: Stärken Sie JOSEF EDENHAUSER am 25. Februar und geben Sie ihm Ihre Vorzugsstimme!


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Dienstag, 29. Mai 2018
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