Kathrin Kaltenhauser: Die Kraft für Schwaz

Als junge Bäuerin und erfahrene Politikerin steht Kathrin Kaltenhauser mit beiden Beinen fest im Leben. Ihr geht es um eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Perspektiven für die Jugend in ländlichen Regionen. „Davon profitiert ganz Tirol“, ist die engagierte Zillertalerin fest überzeugt.

25.01.2018

Kathrin Kaltenhauser, Du verbindest Landwirtschaft und Politik, was sind die größten Herausforderungen für die Zukunft?
KALTENHAUSER: Es muss uns gelingen, die Wertschöpfung in der Region zu halten. Das sehe ich sowohl als Bäuerin als auch als Politikerin so. In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, näher zusammenzurücken und an einem Strang zu ziehen und das muss ausgebaut werden.  

In welchen Bereichen ist man näher zusammengerückt?
KALTENHAUSER: Ich nehme allgemein ein besseres Miteinander und mehr Gespür für unsere Umwelt, Wirtschaft und Landwirtschaft wahr. Immer mehr Menschen wissen den Stellenwert heimischer Erzeugnisse zu schätzen und arbeiten bewusst an der Schließung der Kreisläufe vor Ort mit. Dabei meine ich Touristiker und Bauern genauso wie Gäste und Konsumenten. Es ist Gott sei Dank eine Entwicklung im Gange, die sehr zu begrüßen ist und unsere ländlichen Räume belebt und stärkt.

Was sind die Gründe für dieses bessere Miteinander?
KALTENHAUSER: Es haben sehr viele Menschen in den vergangenen Jahrzehnten viel Bewusstseinsbildung und Aufklärungsarbeit betrieben. Egal, ob zusammengeschlossen in Institutionen – wie die Landwirtschaftskammer oder dem Bauernbund – oder jedoch auch als Einzelpersonen, wo Menschen in ihrem eigenen Lebensumfeld vor Ort die besten Botschafter für ihre eigenen Arbeitsabläufe und Erzeugnisse sind.   Wir müssen es noch mehr schaffen, das zu erklären, was wir tagtäglich machen. Leider kommt immer mehr Menschen das elementarste Einmaleins zur Landwirtschaft abhanden. Viele wissen tatsächlich nicht mehr, woher das kommt, was sie am Mittagstisch verspeisen, geschweige denn, dass sie wissen, wie ihre Lebensmittel produziert werden.
Es muss uns gelingen, noch mehr vom klischeehaften, romantisierten Bild des Bauern oder der Bäuerin wegzukommen und eine moderne Landwirtschaft, wie sie in Tirol betrieben wird, ganz realitätsgetreu den Menschen zu vermitteln.

Warum würde davon das ganze Land profitieren?
KALTENHAUSER: Die Wertschätzung unserer bäuerlichen Produkte hängt eng mit der Wertschöpfung in den Regionen zusammen. Wenn wir es schaffen, unsere Produkte vor Ort und so, wie sie vom Konsumenten gewünscht werden, zu vermarkten, schaffen wir es auch, den Mehrwert in unserer Heimat zu halten. Aus dieser Perspektive sind und bleiben unsere Bäuerinnen und Bauern Motoren für die Regionen. Man darf nicht unterschätzen, welch enorme Impulse unsere Bauern auch für die heimische Wirtschaft und Gastwirtschaft geben.

Was braucht es noch, um zukunftsfit zu bleiben?
KALTENHAUSER: Um zukunftsfit zu bleiben, müssen wir zu allererst sparsam mit unseren nicht erneuerbaren Ressourcen umgehen. Ich meine damit ganz konkret den schonenden Umgang mit Grund und Boden. Ebenerdige Parkflächen und die Neuerrichtung von noch mehr Supermärkten braucht es in unserem Land schlichtweg nicht mehr. Wir haben bereits die größte Verkaufsflächendichte pro Kopf  und das reicht. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass hier landwirtschaftliche Flächen unwiderbringlich verbaut werden und für die Lebensmittelproduktion für immer verloren gehen. Auch wenn  uns das noch nicht essenziell betrifft, wird es die Generationen nach uns massiv betreffen. Diese Verantwortung müssen wir ernstnehmen.  

Du hast die junge Generation bereits angesprochen. Was brauchen junge Menschen in Tirol?
KALTENHAUSER: Ich bin im Jahre 2013 als Vertreterin der Jugend in den Landtag gewählt worden und fühle mich der jungen Generation auch als Abgeordnete und Bezirksparteiobfrau besonders verpflichtet. Es geht um Lebensqualität, Wohlstand und sozialen Frieden. Es geht aber auch darum, dass sich Leistung lohnen, muss insbesondere auch für unsere Bauernfamilien. In Zukunft wird für uns entscheidend sein, dass Menschen aus unseren Reihen im Land mitgestalten. Es kann nicht sein, dass viele Menschen mit wenig Ahnung über uns entscheiden. Gerade deswegen möchte ich weiterhin eine jener Politikerinnen sein, die fest an der Seite unserer Bauern und Bäuerinnen steht. Dafür brauche ich am 25. Februar das Vertrauen und die  Vorzugsstimme.        
Danke für das Gespräch!    

Zur Person
Ing. Kathrin Kaltenhauser wurde am 1. Juni 1983 in Schwaz geboren. Sie ist am  „Premhof“ in Strass im Zillertal gemeinsam mit ihrer Schwester Magdalena aufgewachsen. Nach der Volks- und Hauptschule hat sie die Matura an der HBLFA Kematen abgelegt. Danach war sie Mitarbeiterin des Maschinenringes und der LK Tirol.   Von Kindesbeinen an arbeitet Kaltenhauser in der Landwirtschaft. Sie selbst sagt: „Der Premhof hat mein Leben geprägt, dort wurde meine Liebe zur Landwirtschaft gestärkt und der Grundstein für meine politische Arbeit gelegt. Nun entwickelt sich für mich ein neuer Lebensmittelpunkt an der Seite von meinem Freund Hannes in Schwendau. Und ich freue mich, dass meine Familie den Premhof in die Zukunft führt.“
Kathrin Kaltenhauser war für zwei Perioden Landesleiterin der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend und zog im April 2013 erstmals in den Landtag ein. Auf Bundesebene ist Kaltenhauser Bundesobmann-Stv. der Österreichischen Jungbauernschaft. Neben diesem starken Netzwerk auf Bundes- und Landesebene ist sie seit Herbst 2016 Bezirksparteiobfrau von Schwaz und kann damit auf allen Ebene regionale Anliegen vertreten.

Meine politischen Ziele
1. Erhalt der flächendeckenden Land- und Almwirtschaft und unserer Familienbetriebe
2. Stärkung der Regionalität und noch bessere Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft
3. Schutz von Grund und Boden zur Sicherstellung der Versorgung mit Lebensmitteln
4. Perspektiven für junge Menschen in ländlichen Regionen – gute Ausbildungschancen, attraktives Wohnen

Darum: Stärken Sie die bäuerliche Kandidatin im Bezirk Schwaz und geben Sie ihr am 25. Februar Ihre Vorzugsstimme auf der Bezirksliste.


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