25.01.2018

Zwar sei es bislang immer wieder gelungen, über Sonderprogramme oder Impulspakete  Akzente zu setzen, „auf Dauer kommt uns ein Sparkurs aber teuer zu stehen“.  Außerdem geht es – so Geisler – um Chancengleichheit. In den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wurden in den vergangen Jahren Hunderte Millionen Euro investiert. „All jene, die auf das Auto angewiesen sind, haben ebenso ein Recht auf eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur“, verlangt Geisler. Sichere und leistungsfähige Verkehrsverbindungen sind die Voraussetzung für die Besiedelung und die Lebensqualität in den ländlichen Regionen. Nur wenn gewährleistet ist, dass die Kinder sicher in die Schule und die Menschen ganzjährig zur Arbeit, zum Arzt und zum Einkaufen sowie die Gäste in die Täler kommen, wird der ländliche Raum auch in Zukunft attraktiv sein.
Zu tun gibt es viel: 8.500 Kilometer umfasst das niederrangige Straßennetz im Tiroler Dauersiedlungsraum. Rund 3.700 Kilometer haben eine übergeordnete Bedeutung für den ländlichen Raum. Zwei Drittel des niederrangigen Straßennetzes sind Gemeindestraßen.  Was früher vielleicht eine Hofzufahrt war, ist heute eine Erschließungsstraße für ganze Siedlungen, Zufahrt zu Gewerbebetrieben oder Tourismuseinrichtungen. Damit hat sich nicht nur die Frequenz auf diesen Straßen vervielfacht, es haben sich auch die Anforderungen an die Verkehrssicherheit verändert. In vielen Fällen entsprechen Trasse, Breite, Kurvenradien und Tragfähigkeit nicht mehr dem Stand der Technik.

Sytematische Erhaltung ist kostensparend
Ein Viertel des niederrangigen Straßennetzes befindet sich in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand. Die derzeit zur Verfügung stehenden Fördermittel lösen Investitionen ins ländliche Wegenetz in der Höhe von rund 14 Millionen Euro aus. Das Geld fließt vor allem in die Sanierung schlechter Erhaltungskategorien. „Im Sinne einer nachhaltigen Betrachtung müssen wir aber auch bei der guten und mittleren Erhaltungskategorie ansetzen und dort zu Verlängerung der Lebensdauer und Verbesserung des derzeitigen Straßenzustandes in das Wegenetz investieren“, sieht Geisler Handlungsbedarf. Der Vorteil einer systematischen Erhaltungsplanung liegt finanziell gesehen in der mittel- bis langfristigen Kostenersparnis von bis zu 40 Prozent.  Aber auch regionalwirtschaftlich hätten nachhaltige Investitionen in das ländliche Verkehrsnetz einen positiven Effekt auf Arbeitsplätze und Wertschöpfung.  

Gemeinden und Interessentschaften unterstützen
Ersten Berechnungen zufolge müssten jährlich über 20 Millionen Euro in die bauliche Instandhaltung, die Instandsetzung und die Generalsanierung des niederrangigen Straßenetzes investiert werden.  „Erfahrungsgemäß haben jene Gemeinden mit der meisten Infrastruktur am wenigsten Geld. Deshalb ist eine entsprechende öffentliche Unterstützung unumgänglich“, weiß LHStv. Josef Geisler.  Mit einem entsprechenden Fördervolumen könnte es gelingen, den Straßenzustand nachhaltig zu verbessern. Dazu braucht es aber jedenfalls auch die Bereitschaft der Gemeinden.
Die Chancen auf eine dauerhafte Absicherung der Mittel für das ländliche Wegenetz im nächsten Regierungsprogramm stehen laut Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler nicht schlecht: „Wir haben erstmals seit 2008 wieder ein tragfähiges Wirtschaftswachstum. Das wirkt sich auf die Finanzlage der öffentlichen Körperschaften positiv aus und erhöht den Gestaltungsspielraum.“

Foto: Investitionen in das ländlichen Wegenetz ziehen Folgeinvestitionen nach sich. In Hinterunterwalden in Außervill-graten wurden im Zuge des Straßenausbaus bestehende Gebäude saniert, neue errichtet und Betriebe angesiedelt.


Aktuelle Termine

Sprechtag Rechtsberatung
Dienstag, 29. Mai 2018
BLK Lienz

Details

Der Wolf im Alpenraum
Dienstag, 29. Mai 2018,
ab 20:00 Uhr
LLA Lienz, Josef-Müller-Straße 1, 9900 Lienz

Details

alle Termine


Tirol braucht seine Bauern!

Finden Sie mehr Infos zur Kampagne und zu den beliebten Tiroler-Bauern-Produkten in unserem Online-Shop.

Mehr


Hundekottafeln bestellen!

Die Hundekotproblematik ist ein ernst zu nehmendes Thema und betrifft viele Bauern in unserem Land. Wir setzen auf Aufklärung und bieten deswegen unsere Hundekottafeln zum Verkauf an. Infos, Bestellungen etc. unter tbb@tiroler-bauernbund.at oder Tel. 0512/59900-12

Infos, Preise, etc.

Unsere Adresse


Tiroler Bauernbund
Brixner Straße 1
A-6020 Innsbruck
Tirol - Österreich
Telefon +43 512 59900-12
Fax +43 512 59900-31

Email

Bauernbund Wetterservice


Hier finden Sie das aktuelle Bauernbund-Agarwetter in Kooperation mit der ZAMG. Abrufbar ist unsere Wetterhotline unter: Tel. 0512/561593

aktuelles Wetter

Wozu Tiroler Bauernbund?


In unserem Imagefilm und der Infobroschüre erfahren Sie mehr über Ursprung, Aufgaben, Ziele und die Bedeutung des Tiroler Bauernbundes.

Aktuelle Videos

Broschüre

Volltextsuche


Die einfache Suche nach Personen, Orten, Dingen und Terminen!

Tiroler Bauernbund