21.12.2017

Die Pflege und Offenhaltung unserer Almen ist essenziell für unser Land. Nicht nur, weil dadurch Tirol für Touristen attraktiv bleibt, sondern weil auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz vor Naturkatastrophen geleistet wird“, schildert Hermann Kuenz.
„Alarmierend waren für uns die Zahlen zum Almsommer 2017 in Reutte. Dort wurden im Vergleich zum Vorjahr um 1419 Almtiere weniger auf die Almen getrieben. Insgesamt verbrachten dort heuer noch 6223 Rinder, 337 Pferde, 2567 Schafe und 65 Ziegen den Sommer, wobei auch hier schon sehr viele Auftreiber aus anderen Bezirken Tirols bzw. dem benachbarten Bayern ihre Tier auf die Alm bringen“, schildert Kuenz bedenkliche Entwicklungen im westlichsten Bezirk Tirols. „Die Beweidung mit Nutztieren ist unabdingbar mit einer aktiven Almwirtschaft verbunden. Es gilt, Bürokratie, den Aufwand für das Almpersonal, Erhaltungskosten, Infrastruktur oder Bewirtschaftungsbeiträge so anzulegen, dass der Almsommer für Bauern rentabel bleibt“, so Kuenz. Darüber hinaus seien es jedoch auch Faktoren wie Klimawandel, Trockenheit, Strukturwandel, niedrige Erlöse, Nutzungskonflikte in Kombination mit der Haftungsfrage, die die Almwirtschaft in Tirol zunehmend gefährden. „Deswegen haben wir den Antrag gestellt, damit wir all diese Entwicklungen genau beobachten und dokumentieren und in Folge Handlungsmaßnahmen erarbeiten können.“

Wölfe fressen uns nicht aus der Hand
Die SP-Tirol forderte in der Dezember-Landtagssitzung mit dem Antrag: „Das Land Tirol. Das mit dem Wolf tanzt“, die Diskussion über die Rückkehr des Wolfes in heimische Gefilde zu versachlichen und gemeinsam mit den wichtigsten Stakeholdern zentrale Eckpunkte für ein konfliktarmes Zusammenleben von Weidetierhaltung und Wolf auszuarbeiten.
Darauf reagierten die Abgeordneten des Tiroler Bauernbundes bereits im Vorfeld scharf. „Wenn ein Antrag schon mit dem Namen eines romantischen Films aus den 90er Jahren – wo ein Mann und Wolf zusammenleben und der Wolf dem Menschen aus der Hand frisst – betitelt wird, dann zeigt das eine Tatsache auf: Der Realitätssinn und das Gespür für die Betroffenen fehlt hier komplett“, fand Hermann Kuenz klare Worte und betonte abermals, dass ein Miteinander von Wolf und Weidetieren in Tirol nicht möglich sein wird. Wir werden auch in Zukunft alles daransetzen, eine Rudelbildung in Tirol zu verhindern. In Europa gibt es derzeit 20.000 bis 30.000 Wölfe, deswegen verstehe ich nicht, weswegen dieses Tier nach wie vor geschützt ist.“
Signal an Konsumenten: Tirol ist glyphosatfrei
Einstimmig beschlossen wurde in der vergangenen Landtagssitzung, dass das Pflanzenschutzmittel Glyphosat weitestgehend aus Tirol verbannt wird. 95 Prozent der heimischen Betriebe verzichten bereits auf den Pflanzenschutz, bei etwa 150 Betrieben wird das breitbandig wirkende Mittel nach wie vor eingesetzt.
Kutur und Nutzpflanzen werden jedoch nicht mit dem Mittel behandelt. „Das Mittel wird vereinzelt im Obst- und Gemüsebau verwendet und zwar zur Flächenreinigung vor der Aussaat“, erklärt Kuenz den Sachverhalt.
Wichtig war es den Bauernbund-Abgeordneten zu betonen, dass man nach dem einstimmigen Beschluss nicht mit dem Vertrauen der Konsmenten spielen darf: „Wir fordern, dass auch der Handel glyphosatfrei bleibt und dass auch Kleingartenbesitzer auf das Mittel verzichten – immerhin darf man nicht unterschätzen, wieviele Hobbygärtner nach wie vor zu Glyphosat greifen, um ihre Beete unkrautfrei zu halten.“


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