Tiroler Kühe haben Familienanschluss und Urlaub

In Tirol wird unter den weltweit höchsten Standards, Auflagen und Kontrollen produziert. Dabei spielt das Tierwohl in der kleinstrukturierten Landwirtschaft eine wesentliche Rolle. Tirols Kühe genießen nicht nur einen sehr engen Kontakt zur Bauernfamilie, sondern gönnen sich auch mehrere Monate Sommerfrische – davon profitieren auch die Milchgenießer in unserem Land.

02.06.2017

Anlässlich des Weltmilchtages am 1. Juni veranstalten Tirols Bäuerinnen, Bauern und Jungbauern Verteilaktionen, um mit KonsumentInnen ins Gespräch zu kommen und auf den Mehrwert der 100% gentechnikfrei erzeugten Milch hinzuweisen. Österreich ist übrigens weltweit das einzige Land, in dem eine vollständige Gentechnikfreiheit bei Milch garantiert werden kann. In Kooperation mit der Tirol Milch und der AMA konnten somit in allen Bezirken Tirols über 7500 Milchpakerl und Milchgläser verteilt werden.

Verteilaktionen gegen die Realtitätsfremdheit

„Idyllische und zum Teil realitätsfremde Werbekampagnen sind zu wenig“, erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger im Rahmen des Pressegespräches. „Auch der Produktpreis muss die Qualität des unter höchsten Standards produzierten Lebensmittels entsprechen!“ Dabei unterstreicht Hechenberger die Wichtigkeit der Verteilaktionen anlässlich des diesjährigen Weltmilchtages: „Es ist gut, dass die Bauern auf die Konsumenten zugehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. So kann erklärt werden, warum der derzeitige Milchpreis für das Berggebiet nicht zufriedenstellend sein kann, wie viel Arbeit hinter einem Liter Milch steckt und warum es sich auszahlt, zu einem heimischen Produkt zu greifen.“

Trend geht in Richtung Regionalität

„An den Feedbacks der Menschen, merkt man dass sich der Trend stark in Richtung Regionalität entwickelt. Für viele Konsumenten ist Regionalität selbstverständlich. Dennoch ist und bleibt es wichtig auf direkte Zusammenhänge hinzuweisen. Geht es den Tieren gut, geht es den Bauern gut und umgekehrt“, so Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl. „Für das Wohl der Tiere geben die Konsumenten heutzutage gerne ein paar Cent mehr aus. Wir werden uns bemühen, diese Qualitätsprodukte bei Milch und Fleisch auf den Markt zu bringen. Wenn es hier Entwicklungsbedarf gibt, wo die Bauern und Verarbeiter marktgerechter werden sollten, dann werden wir gemeinsam daran arbeiten", räumt Raggl ein, dass es auch innerhalb der Bauernschaft deutlich mehr Bewusstsein für den Markt brauche und noch „Hausaufgaben zu machen sind“. „Wir sind dabei Initiativen im ganzen Land zu stärken, die dabei helfen Angebot und Nachfrage zu bündeln und Produkte markt- und konsumentengerechter anzubieten“, so Raggl abschließend.

Gegen Preisdrückerei mit No-Name-Billigstmilch und ausländischer Massenware

„Seit Jahren betreiben wir intensive Bewusstseinsbildung in allen Altersgruppen der Bevölkerung. Mit Kindergarten- und Schulprojekten versuchen wir den Mehrwert unserer heimischen Produkte unseren KonsumentInnen von Kindesbeinen an mit auf den Weg zu geben. Das ist uns Bäuerinnen und Bauern sehr wichtig. Es hat sich bereits einiges getan, aber es sind auch noch viele Hausaufgaben zu machen“, so LK-Vizepräsidentin ÖR Helga Brunschmid. „Wenn Konsumenten und Bauern nicht an einem Strang ziehen, funktioniert es nicht. Mit jedem Einkauf entscheiden die Tirolerinnen und Tiroler welche Landwirtschaft sie in unserem Land haben wollen. Wer Haltbar- und Billigstprodukte kauft schadet unseren Milchbauern und damit der regionalen Wirtschaft“, findet Brunschmid klare Worte.

Geht es dem Tier nicht gut geht es auch dem Bauern nicht gut

Wir haben in der kleinstrukturierten Tiroler Berglandwirtschaft Grundbedingungen für unsere Tiere. Die kombinierte Haltung, in der –bedingt durch die Jahreszeiten– die Tiere in den kalten Monaten im Lauf- oder Anbindestall gehalten werden und in den wärmeren Monaten auf die Heimatfelder bzw. die saftigen Bergwiesen gehen. „Der Bezug zwischen Mensch und Tier ist sehr eng. Geht es dem Tier nicht gut geht es auch dem Bauern nicht gut, gerade in der kleinstrukturierten Landwirtschaft hängen Mensch und Tier eng aneinander und das ist auch gut so“, erklärt Geisler. „Die Tiere haben bei uns Familienanschluss und urlauben im Sommer auf unseren schönen Almen.“

Die Tiroler Milchwirtschaft Factbox

4509 Milchbauern (das entspricht einem Minus von 23 Betrieben im Vergleich zum Vorjahr) bewirtschaften und pflegen 392.201 Hektar Dauergrünland im Tiroler Berggebiet. Es gibt bei uns in Tirol 64.015 Milchkühe und die Produktion beträgt 331.641 Tonnen Milch. Im Durchschnitt produziert jede Milchkuh 7.014 Kilogramm Milch, was jedoch unter dem Österreich-Durchschnitt von 7425 Kilo liegt. Des weiteren gibt es in Tirol 13.684 Milchkühe, die als Mutterkühe im Einsatz sind und 17.380 Milchkühe, die nicht unter Leistungskontrolle stehen.

 Derzeit werden in Tirol 2098 Almen mit 159.486 ha Alm-Futterfläche bewirtschaftet. Somit ist Tirol das Bundesland mit der höchsten Alpungsquote Österreichs.


Hier die Bilder aus allen Bezirken Tirols.

 

 

 

 

 

 

 

 


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